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Schlar, Schlar, true Josef
* 1861 -04-1010.4.1861 Feldkirchen bei Graz/St, † 1922 -03-2323.3.1922 Schliersee/D. Dirigent, Pianist, Komponist. Früh verwaist, Chorknabe und Hilfsorganist an der Grazer Franziskanerkirche, später Volksschullehrer. Als Musiker war er zunächst Autodidakt, wurde Mitglied der Militärkapelle des IR.s 27 und ließ sich in Leipzig/D, München und Berlin weiter musikalisch ausbilden. In Berlin wirkte Sch. als Klavierlehrer v. a. in hochadeligen Kreisen und trat ab 1885 als Pianist und Begleiter erfolgreich auf. 1892 ging er als Kapellmeister nach Graz, schon 1893 an das Hoftheater nach Wiesbaden/D, wo er bis 1921 als Hofkapellmeister wirkte sowie 1896 die Maifestspiele mit begründete und auch leitete. Daneben war er als 1. Kapellmeister der Berliner Hofoper v. a. als Rich. Wagner-Interpret tätig und erhielt u. a. von K. Wilhelm II. Kompositionsaufträge. Seit 1903 war er mit der 1888–90 am Konservatorium der GdM ausgebildeten, ab 1891 in Wiesbaden engagierten Sängerin (Mezzosopran) Nelly (Cornelia) Brodmann (* 25.11.1863 St. Gertraud im Lavanttal/K, † ?) verheiratet.
Ehrungen
kgl. preußischer Prof.; zahlreiche Orden und Auszeichnungen.
Werke
Ballett Sardanapal 1908; Musik zu Festspielen (Adlerflug 1901; Kerkyra 1913); Bearb. von Ch. W. Glucks Armide und C. M. v. Webers Oberon 1900.
Literatur
DBEM 2003; ÖBL 10 (1994); StMl 1962–66; Stieger II/3 (1978); Ulrich 1997; eigene Recherchen.

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Schlar, Josef‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]


GND
Weiterführende Literatur (OBVSG)

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