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Schlechta von Wschehrd Schlechta von Wschehrd true (Šlechta ze Všechrd), Franz Xaver Freiherr (Ritter)
* 1796 -10-2020.10.1796 Pisek/Böhmen (Písek/CZ) [nicht: Wien], † 1875 -03-2323.3. [nicht: 24.3., 23.8.] 1875 Wien. Beamter und Lyriker. Von altem böhmischem Ritteradel, besuchte Sch. 1811–13 das Gymnasium in Kremsmünster und kam 1813 ins Wiener Stadtkonvikt, wo er Fr. Schubert kennen lernte, zu dessen engerem Freundeskreis er in der Folge zählte. 1814–18 studierte er Jus an der Univ. Wien. 1818 trat er in Staatsdienste, zuletzt war er Sektionschef (ab 1856) im K. k. Finanzministerium und Geheimer Rat (ab 1859); 1864 pensioniert. Nebenbei trat Sch. schon seit seiner Jugend als Lyriker und Dramatiker in Erscheinung und war 1817–19 Mitarbeiter der Wiener Allgemeinen Theaterzeitung, wo 1817 ein Gedicht auf Schubert von ihm erschien (An Herrn Franz Schubert); Schubert vertonte sieben Gedichte Sch.s. Als Sänger trat er v. a. im Rahmen von Schubertiaden hervor.
Gedenkstätten
Sch.straße (Wien III bzw. XI).
Ehrungen
Österr. Freiherrenstand 1819; Ungarischer Freiherrenstand 1820.
Schriften
Dichtungen 1824; Der Grünmantel von Venedig 1825; Cimburga von Masovien 1826.
Literatur
G. Enzl, F. X. Sch. v. W. Versuch einer Monographie, Diss. Wien 1949; ÖBL 10 (1994); Czeike 5 (1997) u. 6 (2004); Personenlex. Öst. 2001; SchubertL 1997; Deutsch, Schubert Dokumente 1980; E. Hilmar/W. Bodendorff (Hg.), Franz Schubert. Dokumente 1801–1830, 2003; Deutsch, Schubert Erinnerungen 1957; Wurzbach 30 (1875); Kosch 3 (1992); MGÖ 2 (1995); WStLA (TBP 1875).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Schlechta von Wschehrd (Šlechta ze Všechrd), Franz Xaver Freiherr (Ritter)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]