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Schlossar, Schlossar, true Anton
* 1849 -06-2727.6.1849 Troppau/Österreichisch-Schlesien (Opava/CZ), 1942 -08-011.8.1942 Graz. Kulturhistoriker, Volksliedforscher, Schriftsteller. Gymnasium in Kronstadt/Siebenbürgen (Braşov/RO), 1867 Übersiedlung nach Graz und Jusstudium (Dr. 1873). Im Gerichtsdienst in Graz, Leoben und Cilli (Celje/SLO); ab 1875 an der UB Graz (1904–10 als Vorstand). Zahlreiche kulturhistorische Studien und Publikationen rund um steirische Persönlichkeiten. Auf seinen Volkslied-Sammelfahrten besuchte er mögliche Sammler und Einsender und war auch selbst als Aufzeichner tätig. Da sein Interesse literarisch-kulturhistorischer Natur war, ließ er die Melodien meist beiseite oder übergab sie einem Kapellmeister zur Bearbeitung für den Druck. Seine Volkslied-Publikationen zeichnen sich, was die Texte betrifft, durch Quellentreue und Konsequenz in der Mundartschreibung aus.
Gedenkstätten
Dr.-A.-Sch.-Weg (Graz IX); Dr. Sch.-Park (Graz V).
Ehrungen
Goldene Medaille f. Kunst und Wissenschaft 1878; Reg.rat 1910; Hofrat 1925; Ritterkreuz I. Klasse des Österr. Verdienstordens 1933.
Schriften
Österr. Cultur- und Literaturbilder mit besonderer Berücksichtigung der Steiermark 1879 [darin: Die dt. Volkslieder der Steiermark]; Steiermark im dt. Liede. Eine poetische Anthologie 1880; Dt. Volkslieder aus Steiermark 1881; Erzhzg. Johann im Liede 1882; Dt. Volksschauspiele in Steiermark gesammelt, 2 Bde. 1891.
Literatur
W. Suppan in JbÖVw 19 (1970); ÖBL 10 (1994); StMl 1962–66; Ehrenbuch des Österr. Verdienstordens 1 (1936), 178; Nachlass: UB Graz.

Autor(en)
Gerlinde Haid †
Empfohlene Zitierweise
Gerlinde Haid †, Art. „Schlossar, Anton‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]