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Schmid, Schmid, true Ernst Fritz
* 1904 -03-077.3.1904 Tübingen/D, 1960 -01-2020.1.1960 Augsburg/D. Musikwissenschaftler. Studierte 1922–24 Biologie in Tübingen und Göttingen/D, 1924–27 Violine und Viola an der Staatlichen Akad. der Tonkunst in München/D sowie privat Musiktheorie und Dirigieren. Bratschist des Städtischen Symphonie-Orchesters in Düsseldorf/D. Ab 1927 studierte er – angeregt durch Vorlesungen Adolf Sandbergers, die er als Gasthörer an der Münchner Univ. besucht hatte – Musikwissenschaft in Freiburg i. Br./D (bei Willibald Gurlitt), Wien (bei W. Fischer, A. Orel, R. Lach, R. Haas) und Tübingen (bei Karl Hasse; Dr. 1929). Zunächst freischaffend als Dirigent und Musikwissenschaftler in Wien tätig, habilitierte er sich 1934 an der Univ. Graz, wo er 1933 die bedeutende private Musiksammlung von K. Franz II./I. entdeckt hatte. 1935–37 ao. Prof. und Univ.s-Musikdirektor an der Univ. in Tübingen, hier Gründer des Schwäbischen Landesmusikarchivs. Ab 1937 als Privatgelehrter tätig, lebte ab 1948 in Augsburg/D (auch als Musikkritiker), 1951 hier Mitbegründer der Deutschen Mozartgesellschaft (bis 1957 1. Präsident). 1954–60 Editionsleiter der Neuen Mozart-Ausgabe. Sch. betonte die Bedeutung philologischer Forschung und betrachtete das Aufbereiten neuer Quellen als wichtigstes Aufgabengebiet der Musikwissenschaft. Sch.s Sohn Manfred Hermann (* 10.8.1947 Ottobeuren/D) ist ebenfalls als Musikwissenschaftler tätig und seit 1986 Prof. an der Univ. Tübingen.
Ehrungen
Mitglied der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft u. der Musikhistorischen Kommission der Bayerischen Akad. der Wissenschaften; Großes Silbernes Ehrenzeichen f. Verdienste um die Republik Österreich.
Schriften
Carl Philipp Emanuel Bach und seine Kammermusik, Diss. Tübingen 1929 (gedruckt 1931); Joseph Haydn. Ein Buch von Vorfahren und Heimat des Meisters 1934 (Hab.schr. Graz 1934); Wolfgang Amadeus Mozart 1934, 31955; Die Orgeln der Abtei Amorbach 1938, 21963; Ein schwäbisches Mozartbuch 1948; Musik am Hofe der Fürsten Löwenstein-Wertheim-Rosenberg 1720–1750, 1953; Musik an den schwäbischen Zollernhöfen der Renaissance 1962; Die Privatmusikalienslg. des K.s Franz II. und ihre Wiederentdeckung in Graz im Jahre 1933 in ÖMZ 25 (1970) [1951 verfasst]; zahlreiche Veröffentlichungen v. a. zu Mozart und zur schwäbischen Musikgeschichte; Bearbeiter mehrerer Bde. der v. a. zu Mozart und zur schwäbischen Musikgeschichte; Bearbeiter mehrerer Bde. derNeuen Mozart-Ausgabe, Hg. v. Werken L. Lechners (Neue lustige teutsche Lieder, Lechner-GA), Johann Rosenmüllers, C. Ph. E. Bachs, J. Haydns (Oratorium Il ritorno di Tobia, Haydn-GA), A. Bruckners und von Kanons.
Werke
Messen, Volksliedbearbeitungen f. Kl.
Literatur
NGroveD 22 (2001); MGG 11 (1963); StMl 1962–66; Riemann 1961 u. 1975; G. Rech in ÖMZ 15 (1960); DBEM 2003; Kürschner 1954; W. Fischer et al. (Hg.), In memoriam E. F. Sch. (1904–1960). Ein Gedenkbl. f. seine Angehörigen u. Freunde [1961]; W. Fischer in W. A. Mozart. Neue Ausgabe sämtlicher Werke IV/11/IV (1960); J. P. Larsen in Mf 13 (1960); H. F. Deiniger in Neues Augsburger Mozartbuch 62/63 (1962); F-A 1936 u. 2 (1978); Baker 1984.

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Schmid, Ernst Fritz‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]


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