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Schmidt Schmidt Franz Seraph: (Schmitt), Familie
Franz Seraph: * --1799 1799 (Ort?) [Jalovec: 1814 Elbkosteletz/Böhmen (Labský Koytelec/CZ)], † 1870 -02-066.2.1870 Wien. Geigenbauer. Suchte 1827 um eine Gewerbebefugnis an, die ihm im folgenden Jahr verliehen wurde. Er wohnte ab 1828 in der Josefstadt (heute Wien VIII), 1839 legte er den Bürgereid ab und erhielt das Meisterrecht. Seine Geschäftslokale befanden sich ab 1842 stets in der Wiener Innenstadt, ab 1845 ist die Firma unter dem Namen Sch. & Wanek eingetragen. Vermutlich fertigte er auch Gitarren.

Sein Sohn Karl (Carl) Franz: * 1839 Wien, † 1876 (Ort?) [nicht Wien]. Geigen- und Lautenmacher. Könnte bei seinem Vater gelernt haben, 1858 suchte er um eine Konzession als Geigen- und Lautenmacher an und spätestens ab 1862 war er selbständig tätig. 1870 übernahm er das Geschäft des Vaters in der Klostergasse (Wien I), 1875 ist auch ein Salon in der Bäckerstraße (Wien I) nachweisbar. Er baute Geigen nach Antonio Stradivari sowie Giuseppe Guarneri del Gesù und zeigte sich sehr innovativ im Bezug auf Erfindungen, die das Erlernen des Violinspiels erleichtern sollten. Sein Geschäftsnachfolger war C. H. Voigt.

Er dürfte nicht – wie von Prochart behauptet – Mitglied der Hofmusikkapelle gewesen sein, hierbei scheint es sich um eine Verwechslung mit Karl Sch./Schmid (* 1832 Wien, † 18.3.1875 Wien) zu handeln, der 1867–75 als Kontrabassist des Hofburgtheaterorchesters Exspektant der HMK war und am Wiener Blinden-Erziehungs-Institut Musik unterrichtete.


Ehrungen
Medaille bei der Wr. Weltausstellung 1873.
Literatur
Hopfner 1999; Prochart 1979; Ottner 1977; Lüttgendorf 1922 u. 1990; K. Jalovec, Dt. und österr. Geigenbauer 1967; Zuth 1926; Neue musikalische Presse 15.9.1901; Th. Antonicek in StMw 29 (1978); WStLA (Lehmann-Adressbücher 1875–78; TBP 1875).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Schmidt (Schmitt), Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 03/06/2005]