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Schmidt Schmidt true (Schmid), Ferdinand
* --ca. 1693 (Ort?), † 1756 -08-1010.8.1756 Wien. Chorregent und Komponist. Wird bereits anlässlich seiner Verehelichung 1729 als Regens chori an der Dorotheerkirche und an der Augustinerkirche (beide Wien I) genannt, ab 1743 bekleidete er zusätzlich in der Nachfolge von J. G. Reinhard und gegen den Willen von G. Reutter d. J. den Kapellmeisterposten beim Gnadenbild Maria Pötsch im Stephansdom. Im selben Jahr erhielt er das Wiener Bürgerrecht. Sch. gab auch Musikunterricht und hatte die genannten Posten bis zu seinem Tod inne, starb jedoch in großer Armut. Mit seinen Werken trug er zur Weiterentwicklung des Wiener Musikgeschmacks um 1750 bei und gilt daher auch als Bindeglied zur sog. Vorklassik.
Werke
14 Messen, 14 Requien, 27 Litaneien, kleinere Kirchenmusik.
Literatur
MGG 11 (1963); G. Reichert, Zur Gesch. der Wr. Messenkomposition, Diss. Wien 1935, 60 u. 115–120 [thematisches WV der Messen]; C. F. Pohl, Joseph Haydn 1 (1878), 40f u. 49; L. Nowak, Joseph Haydn 1959; EitnerQ 9 (1903); GerberATL 2 (1792); MGÖ 2 (1995); WStLA (G. Gugitz, Auszüge aus dem TBP 18. Jh. [Archivbehelf]; Verlassenschaftsabhandlung) .

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Schmidt (Schmid), Ferdinand‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 24/10/2006]