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Schneider, Schneider, true Franz
get. 2.10.1737 Pulkau/NÖ, † 1812 -02-055.2.1812 Melk/NÖ. Lehrer, Organist, Komponist. Erhielt seine erste musikalische Ausbildung vom Schullehrer und Regens chori seines Heimatortes, Johann Georg Pöck. Als Kantor und Schulgehilfe wirkte er anschließend in Waitzendorf/NÖ, Pulkau, Retz/NÖ und Purgstall an der Erlauf/NÖ (ab 1757). J. G. Albrechtsberger vermittelte Sch. 1760 die Stelle eines Schulgehilfen und Organisten an der Melker Stadtpfarrkirche und erteilte ihm auch Orgel- und Kompositionsunterricht. 1766 wurde er Nachfolger seines Lehrers als Stiftsorganist (gegen den Willen von P. R. Kimmerling) und übernahm 1768 auch den Posten des Melker Schullehrers. Bis 1787 leitete Sch. als Rektor das Melker Stiftsgymnasium, 1787–1812 bekleidete er das Amt des Regens chori im Stift (Nachfolger von P. R. Helm). Sein Schwager und Schüler war F. X. Gegenbauer. Von seinen Söhnen wurde Franz d. J. (1774–1847) ein geschickter Violoncellist und trat in den Benediktinerorden ein, während Karl (?–?) seinem Vater als Stiftsorganist nachfolgte (1811–30) und als Lehrer sowie Gesangspädagoge an der Klosterschule wirkte.
Werke
47 Messen, 14 Requien, 33 Motetten, kleinere Kirchenmusik, Orgelstücke.
Literatur
Freeman 1989; NGroveD 22 (2001); R. N. Freeman, F. Sch. (1737–1812). A Thematic Catalogue of His Works 1979; Erhart 1998; MGG 11 (1963); Wurzbach 31 (1876); EitnerQ 9 (1903); MusAu 3 (1982), 35; MGÖ 2 (1995).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Schneider, Franz‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]