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Schönborn, Schönborn, true Familie
Hessisches Adelsgschlecht; seit dem 12. Jh. nachweisbar (1663 Reichsfreiherrenstand, 1701 Reichsgrafenstand); wirkt seit 1696 in Österreich (erbliches Obersttruchsessenamt im Land ob und unter der Enns). Für die Musikgeschichte interessant ist v. a. die Sammlung der deutschen Linie Sch.-Wiesentheid. Mitglieder der Familie Sch. sind unter den hohen geistlichen Würdenträgern des Reiches zu finden (z. B. Kurfürsten und Erzbischöfe von Mainz) und wirkten in diesen Funktionen auch als Förderer von Kunst (v. a. Architektur, „Sch.-Stil“) und Musik.

Friedrich Graf: * 11.9.1841 Prag, † 21.12.1907 Wien. Politiker und Jurist. Trat nach dem Jus-Studium an der Univ. Prag in den Staatsdienst ein, war 1881–88 Statthalter von Mähren und 1888–95 österreichischer Justizminister; ab 1895 Präsident des Verwaltungsgerichtshofs. Sch. war maßgeblich am Zustandekommen des deutsch-tschechischen Ausgleichs 1890 beteiligt (Sch.sche Sprachverordnung). 1901–07 war Sch. Mitglied der Direktion der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien .


Literatur
ÖBL 11 (1999); ÖL 1995; Wurzbach 31 (1876); DBE 9 (1998).

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Schönborn, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]