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Scholtys, Scholtys, true Hans Heinz (Johannes)
* 1900 -03-088.3.1900 Wien, † 1945 -10-1212.10.1945 Enzenbach (Eisbach/St). Dirigent, Komponist, Sänger. Sängerknabe (Sopranist, 1913 auch solistisch tätig) der Wiener Hofkapelle, Musikausbildung bei Karl Kriegelstein (Gesang, Violine), R. Dittrich (Orgel, Musiktheorie), F. Forstén (Gesang) und E. Mandyczewski (Musiktheorie). Eleve und ab 1924 Mitglied des Wiener Staatsopernchores, auch an der Gründung von dessen Konzertvereinigung 1927 beteiligt. Seit 1922 Nachfolger von J. Reiter als Chormeister des Deutschen Volkslied-Vereins in Wien, den er zur Konzertreife führte. Durch Kontakt mit der Wiener Musikwissenschaft, v. a. L. Nowak, lernte er ältere Chormusik kennen und führte diese mit einem Kammerensemble des Chores bei Univ.s-Konzerten und im Rundfunk auf; mit diesem Repertoire und Sängern des Staatsopernchores auch Mitwirkung bei den Salzburger Festspielen 1929 und 1931. Ab 1933 Gestaltung der Serenaden auf Burg Kreuzenstein/NÖ als Ereignis im Geist des Historismus mit dem Wiener Trompeterchor (ab 1939 Trompeterchor der Stadt Wien), den er ab 1934 musikalisch leitete. Für dieses Ensemble bearbeitete Sch. Stücke aller Epochen (v. a. des 16. Jh.s) und veranlasste mehrere Komponisten (u. a. R. Strauss), diesem Werke zu widmen.
Werke
Messe 1925; 6 Gesänge für eine Singstimme und Klavier 1926; Bearb. v. Musik des 15.–17. Jh.s; Lieder 1919–28 (unveröff.); Bearbeitung von über 100 Volksliedern.
Literatur
H. Wobisch in Die Pause 7/3 (1942), 26; ÖBL 11 (1999); F-A 1936 u. 2 (1978).

Autor(en)
Cornelia Szabó-Knotik
Empfohlene Zitierweise
Cornelia Szabó-Knotik, Art. „Scholtys, Hans Heinz (Johannes)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]