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Schrödl, Schrödl, true Karlheinz
* 1937 -06-1919.6.1937 Wien. Komponist und Richter. 1950–63 Ausbildung am Konservatorium der Stadt Wien (Klarinette, Posaune, Violoncello und Kontrabass); 1955–60 Studium an der Univ. Wien (Dr. jur.), ab 1969 an der MHsch. Wien (Komposition bei E. Urbanner), 1984–87 am Konservatorium (Komposition und Analyse bei R. Portisch). Sch. war ab 1963 als Richter tätig; 1965 gründete er die Kammermusikgruppe Die Kontraste, mit der er zahlreiche Konzerte im In- und Ausland gab. Zeitweise wirkte er auch als Musiklehrer und Dirigent, übernahm die Leitung der Gruppe Hausmusik im Wiener Volksbildungswerk, war 1982/83 künstlerischer Leiter des Festes Neue Musik in Niederösterreich und arbeitete 1988 in Moskau mit dem Schriftsteller Lew Ustinow zusammen. Sch., ursprünglich von der Zwölftonmusik beeinflusst, später eine freiere Behandlung des Tonmaterials bevorzugend, bekennt einen „Hang zur Musikdramatik, auch in kammermusikalischen Werken“ sowie eine Vorliebe für „farbige, manchmal auch skurrile Momente unter Verwendung von Tonsymbolik“.
Ehrungen
Preis des Wr. Kunstfonds 1978; Kompositionspreise bei Wettbewerben in Wien und Dresden/D.
Werke
Oratorium Golgatha 1996; Opern (Die Tür 1981; Die Erfindung 1982; Verdammte Engel 1985; Der Riß 1985; Der kleine Drehorgelspieler 1988); Ballett Die Wunderräuber 1988; Orchestermusik (Flores 1975; Konzert f. Klar., Fg. u. Orch. 1986; Taminos Flöte 1990; Violinkonzert 1994; Horror vacui 1995); Kammermusik (Streichquartette sowie Quartette in div. Besetzungen; Musik f. Bläser; Klaviertrios sowie Trios in div. Besetzungen; Hommage à Gustav Mahler f. Klar. u. Kl.); Vokalmusik (Kantaten, Chansons, Lieder [s. Tbsp.], Ballade).
Literatur
MaÖ 1997 [mit WV]; Goertz 1994 [mit WV]; G. Jatzek in Wr. Ztg. 22.1.1988; N. Tschulik, Musiktheater in Österreich 1984; http://www.inoek.at/new/index.php/komponist-detail?kompid=38 (11/2013); http://alt.mica.at (7/2005):
Autor*innen
Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
15.12.2013
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Schrödl, Karlheinz‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 15.12.2013, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e1af
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
HÖRBEISPIELE

Winterreise op. 54/2 (T: Emmerich Wanderer, ausGedichte aus Zwentendorf)
© 1990 KKM-Records

DOI
10.1553/0x0001e1af
GND
Schrödl, Karlheinz: 1043300457
OBV
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