Logo IKM
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Schubert, Schubert, true Johann Joseph
get. 20.12.1757 [1754?] Warnsdorf/Böhmen (Varnsdorf/CZ), † 1837 -07-2828.7.1837 [1834?] Dresden/D. Geiger, Bratschist, Komponist. Erhielt den ersten Unterricht von seinem Vater Anton Joseph Sch. (1726–1801), der Kantor, Schulmeister und Gerichtsschreiber in Warnsdorf war. Mit elf Jahren ging er ans Prager Gymnasium, wo er bei dem Komponisten und Pianisten Abbé Paul Fischer weitere Ausbildung bekam. 1778 vervollkommnete er seine Studien bei dem Violinvirtuosen August Kohn in Berlin. Dieser dürfte Sch.s Anstellung (1779–84) bei der Hofkapelle des Markgrafen Friedrich Heinrich (1771–88) in Schwedt an der Oder/D vermittelt haben. 1780/81 wurden dort vier Opern von Sch. aufgeführt. Danach lebte er in Dresden, bis er 1788 Kammermusikus (Bratschist) der königlichen Hofmusikkapelle wurde. 1824 erhielt er eine Pension. Bei Aufenthalten in Prag (1803 und 1810) lernte er Gottfried Johann Dlabacž kennen, für dessen Künstlerlexikon er biographische Informationen zu böhmischen Musikern in Dresden lieferte. Sch. ist nicht mit der gleichnamigen Musikerfamilie in Dresden verwandt.
Werke
Opern; Konzerte (C-Dur f. Va. u. Orch.), Sinfonien, Partien f. Blasinstrumente, 12 dt. Tänze, Kammermusik, Klaviersonaten; Kirchenmusik (Messen).
Literatur
ÖBL 11 (1999); LdM 2000; Dlabacž 1815; Wurzbach 32 (1876); EitnerQ 9 (1903); NGroveD 22 (2001); MGG 12 (1965), 102f.

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Schubert, Johann Joseph‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]