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Sedlak, Sedlak, true Friedrich Franz (Fritz)
* 1895-07-022.7.1895 Wien, † 1977-12-1818.12.1977 Wien. Violinist und Dirigent. Der Sohn eines aus Mähren stammenden Schneiders studierte vier Semester an der Univ. Wien, war Teilnehmer am Ersten Weltkrieg und gehörte 1922–65 den Wiener Philharmonikern an, deren Konzertmeister und Vorstand (1945/46) er war. Das nach ihm und dem Cellisten Wilhelm Winkler (1892–1973) benannte S.-Winkler-Quartett (gegr. 1923) zählte zu den beliebtesten Kammermusikformationen Wiens der Zwischenkriegszeit, 1924/25 gehörte es zu den ersten Ensembles, die im Radio zu hören waren; Auftritte sind bis 1950 im Wiener Konzerthaus nachweisbar. Es brachte zahlreiche Werke von F. Ippisch zur UA, der sich um die Gründung des Quartetts verdient gemacht hatte. S. war nach dem Zweiten Weltkrieg auch als Dirigent tätig, so in der Hofburgkapelle, an der Wiener Staatsoper und bei der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.
Ehrungen
Prof.-Titel 1935; Österr. Ehrenkreuz f. Wissenschaft u. Kunst 1962; Ehrenmitglied der Wr. Philharmoniker 1967.
Literatur
Czeike 5 (1997) [Sedlack]; W. W. Orgel (Bearb.), Wer ist wer in Öst. 1953; St. S. Taylor (Hg.), Who is who in Austria 1957/58, 1959; E. Werba in ÖMZ 33 (1978); Wr. Ztg. 20.12.1977; Hellsberg 1992; H. u. K. Blaukopf, Die Wr. Philharmoniker 1986; [Fs.] Wr. Philharmoniker 1842–1942, 1942, 118; K. Schenk, Die Wr. HMK in der ersten Hälfte des 20. Jh.s (1900 bis 1955), 2001; MGÖ 3 (1995) [S.-Winkler-Quartett]; Taufbuch der Pfarre Lichtental (Wien IX) 1895–96, fol. 101; Slg. Moißl; WStLA (Biographische Slg.); http://konzerthaus.at (8/2005); Mitt. Archiv Wr. Philharmoniker; eigene Recherchen.

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Sedlak, Friedrich Franz (Fritz)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 16/08/2017]