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Seidel Seidel true (Seidl, Seydl), Ferdinand Methusalem
* --ca. 1700 Falkenberg/Oberschlesien (Niemodlin/PL), 1773 -04-2222.4.1773 Salzburg. Violinist, Lautenist und Komponist. Soll wie sein jüngerer Bruder Karl durch Unterstützung eines Grafen Zierotin in Wien Geigenschüler von J. O. Rosetter gewesen sein, beide dienten 1732 bei der gräflichen Kapelle in Falkenberg. Um 1740 hielt sich F. S. offenbar in Olmütz (Olomouc/CZ) auf (Geburt einer Tochter), 1745 wurde er Konzertmeister (später auch einer der Hofkomponisten) bei Erzb. Jakob Ernst Graf Liechtenstein in Salzburg. Schon 1763 dürfte ihm der junge J. M. Haydn einige Dienste abgenommen haben, dienstbefreit war er wohl erst nach Aufnahme W. A. Mozarts als 3. Konzertmeister 1769. Nach L. Mozart komponierte S. nur für die Kammer (Sinfonien und Konzerte sowie technisch sehr anspruchsvolle Violinwerke). Fast alles davon scheint verloren zu sein.
Schriften
W: 12 Menuetten für die Laute, Leipzig 1757 (NA hg. v. A. Koczirz in EdM II/16 (1942); Parthia in D à 2 Violin, 2 Clarin e Basso in Lambach (Ms. 239).
Literatur
SchlMl 2001; Hintermaier 1972; GerberATL 2 (1792); EitnerQ 9 (1903); Wurzbach 34 (1877).

Autor(en)
Rudolf Flotzinger
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Seidel (Seidl, Seydl), Ferdinand Methusalem‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 16/11/2006]