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Selenophon
Optoelektrisches Transversal-Tonaufzeichnungsverfahren zur kontinuierlichen Schallspeicherung von bis zu 35 Minuten Dauer auf 35 mm Film (Tonträgerproduktion).Das Gerät wurde vom Physiker Hans Thirring (1888–1976) und RAVAG Direktor O. Czeija gemeinsam konstruiert und konnte nach fast fünfjähriger Entwicklungsarbeit bei der Genfer Völkerbundtagung am 7.9.1931 seine Leistungsfähigkeit international demonstrieren. Dieses Verfahren war auch in klanglicher Hinsicht der Schallplatte weit überlegen, konnte sich jedoch nicht durchsetzen.

Internationale Berühmtheit erlangten die Opernmitschnitte, die A. Toscanini bei den Salzburger Festspielen 1937 anfertigen ließ, von denen Die Meistersinger von Nürnberg, Falstaff und Die Zauberflöte unter seiner Leitung und Don Giovanni und Le nozze di Figaro unter B. Walter erhalten sind.


Literatur
Die Lichttonaufnahme nach dem Transversalverfahren, hg. v. S. Licht- und Tonbild GmbH 1931; D. McCormick in ARSC (Association for Recorded Sound Collections) Journal 22/2 (1991); V. Ergert, 50 Jahre Rundfunk in Österreich 1 (1974).

Autor(en)
Franz Lechleitner
Empfohlene Zitierweise
Franz Lechleitner, Art. „Selenophon‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]