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Siebert, Siebert, Josef Familie
Josef sen.: * 1822-07-1212.7.1822 Großschützen (Nagy-Lévárd)/Ungarn (Vel’ké Leváre/SK), † 1887 -03-1616.3.1887 Wien. Bratschist. Gehörte 1845–86 den Wiener Philharmonikern an, ab 1851 war er Mitglied der Tonkünstler-Sozietät.

Seine Kinder

Josef jun.: * 17.8.1853 Wien, † 18.2.1915 Wien. Musiker, Domkapellmeister, Musikpädagoge. Studierte 1866–73 Klavier am Konservatorium der GdM, wo er 1869/70 auch Orgelschüler A. Bruckners war und 1874/75 ein Kompositionsstudium begann. 1880–85 und 1891/92 ist er als Tonkünstler in Wien nachweisbar, dazwischen (um 1887) bekleidete er den Posten des Domkapellmeisters in Budweis. 1893–95 besaß er eine private Klavier- und Gesangschule in Wien XIII (Hietzinger Hauptstraße 35), 1901–15 scheint er wieder als Inhaber einer solchen „Schule für Musik, Gesang und Oper“ in Wien XVI (Neulerchenfelder Straße 70) auf, die zuvor Elise Gemperle gehört hatte.

Rudolf: * 17.3.1855 Wien, † 11.4.1939 Wien. Kontrabassist. Erhielt bereits 1868/69 Trompetenunterricht am Konservatorium der GdM, studierte dort jedoch 1873–75 bei F. Simandl Kontrabass. Er substituierte vielleicht schon ab 1.9.1869 in der Wiener Hofmusikkapelle, 1875 wird er als Musiker am Hofburgtheater genannt. 1878 Exspektant und 1890–1916 wirkliches Mitglied der HMK. 1879–1914 gehörte R. S. auch den Wiener Philharmonikern an.


Ehrungen
K. u. k. Hofmusiker.


August: * 7.12.1856 Wien, † 13.12.1938 Wien. Violinist. Besuchte 1868/69 und 1873–76 das Konservatorium der GdM, wo er bei J. Hellmesberger d. Ä. Violine studierte, und gehörte 1878–1925 den Wiener Philharmonikern an; ab 1899 Ballettorchesterdirektor und 1. Sologeiger. 1878 wurde S. Exspektant, ab 1889 war er wirkliches Mitglied der HMK (bis nach 1921). Er widmete sich intensiv der Kammermusik (1878–89 im Quartett von F. Radnitzky und 1889–97 im Quartett von A. Rosé [gemeinsam mit H. Steiner v. Eltenberg und Reinhold Hummer] sowie im Prill Quartett) und war auch als viel gefragter Violin- und Kammermusiklehrer tätig.


Ehrungen
1. Preis u. Silberne Gesellschaftsmedaille der GdM 1876; K. u. k. Hofmusiker; Prof.-Titel.


Hermine: * 1863 Wien, † nach 1889 (Ort?). Musikpädagogin. War zunächst Konzertsängerin, wird 1887 als Musiklehrerin bezeichnet und lebte ab 1889 als staatlich geprüfte Gesanglehrerin in Berlin.


Literatur
Eisenberg 1893; Kosel 1902; H. u. K. Blaukopf, Die Wr. Philharmoniker 1986; [Fs.] Wr. Philharmoniker 1842–1942, 1942, 118, 120 u. 122; Th. Antonicek in StMw 29 (1978); B. Kühnen in K. Dreyfus et al., Die Geige war ihr Leben. Drei Geigerinnen im Portrait 2000, 89; C. F. Pohl, Denkschrift aus Anlass des hundertjährigen Bestehens der Tonkünstler-Societät 1871; WStLA (Verlassenschaftsabhandlung v. J. S. sen.; TBP 1887; Lehmann-Adressbücher 1875–1915; Meldearchiv; TBP 1915); eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Siebert, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 04/11/2005]