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Soyfer,
Jura
* 8.12.1912 Charkow/Russisches Reich (heute UA),
† 16.2.1939 Buchenwald/D.
Schriftsteller.
Kam 1921 nach Wien, wo er schon als Gymnasiast Sketches und Gedichte schrieb. 1927 wandte er sich sozialdemokratischen Ideen zu und verfasste politische Gedichte für die Arbeiter-Zeitung, deren ständiger Mitarbeiter er 1931 wurde. Gleichzeitig studierte er an der Univ. Wien Germanistik und Geschichte (abgebrochen). Nach den Februarkämpfen 1934 schloss er sich den Kommunisten an, in der Folge entstanden Theaterstücke und Kabaretts, die ihn zu einem der meistgespielten Autoren von Etablissements wie Literatur am Naschmarkt oder ABC machten. Aufgrund seines politischen Engagements wurde er 1937 verhaftet, wollte nach dem „Anschluss“ 1938 (Nationalsozialismus) in die Schweiz fliehen, wurde jedoch ins Konzentrationslager Dachau/D und von dort nach Buchenwald verbracht, wo er an Typhus starb. Sein Dachau-Lied „Arbeit macht frei“ (1938) wurde von H. Zipper und M. Rubin (1940) vertont. Seit 1988 existiert in Wien eine J.-S.-Gesellschaft.
G: J.-S.-Gasse (Wien X); J.-S.-Saal, Hofburg.
W: Der Lechner-Edi schaut ins Paradies 1936; Weltuntergang 1936; Astoria 1937; Romanfragment So starb eine Partei. – J. S. Das Gesamtwerk, hg. v. H. Jarka 1980.
Lit: Czeike 5 (1997); H. Herkommer/C. L. Lang (Hg.), Dt. Literatur-Lex., 3. Aufl., 18 (1998) [mit Lit.]; Kosch 4 (1998); Ackerl/Weissensteiner 1992; Personenlex. Öst. 2001; W. Zobl/H. Zipper in ÖMZ 43 (1988); K. Weniger,
Zwischen Bühne und Baracke
2008; MGÖ 3 (1995); www.soyfer.at (8/2005).
ARa
[ Zuletzt aktualisiert: 2012/01/25 16:27:46 ]
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