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Soyka, Soyka, true Ulf-Diether
* 1954 -06-055.6.1954 Wien. Komponist, Dirigent, Pädagoge. Musikalisch am Konservatorium der Stadt Wien (Klavier, Theorie) ausgebildet, nach der Matura 1974–81 an der Wiener MHsch. mit Abschlüssen in Komposition (zuletzt bei F. Cerha; Mag. art. 1978), Musikerziehung, Orchesterdirigieren (bei O. Suitner), Harmonikaler Grundlagenforschung und Musikalischer Graphik (Notation); daneben hörte er an der Univ. Wien Philiosophie- und Psychologie-Vorlesungen und besuchte 1980/81 den Hsch.-Lehrgang „Kulturelles Management“ bei E. Haeusserman. 1976–79 gab er Privatunterricht, 1978/79 Gründer und Organisator des Projekts Uraufführungen, 1979–81 Lehrauftrag an der Wiener MHsch. und Koordinator für das Pro-Arte-Orchester. 1981–85 Gründer und Manager eines Ensembles für neue Musik, 1982/83 Lehrer am Bundesgymnasium Gänserndorf/NÖ, 2003/04 in Klosterneuburg/NÖ, wo er derzeit (2005) auch wohnt. Seit 1983 ist S. freischaffender Komponist, seit 1998 auch Dirigent und Chorleiter im In- und Ausland sowie Dozent für Tonsatz und Komposition am Prayner-Konservatorium in Wien. Daneben entwickelte er eine vielseitige Tätigkeit in Organisation und Lehre: 1983–93 Internationale Wiener Sommerseminare, Seminare in Schulen und Univ.en, Beteiligung bei Symposien, 1989–99 Redaktionsmitglied der österreichischen Kulturzeitschrift Morgen. S. ist darüber hinaus ehrenamtlich in diversen Musik-Gesellschaften, in der Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (KMSfB) tätig. 1995–2003 nahm er einen Teilzeitjob als Nachtportier an. S. komponiert in „einer erweiterten zwölftönigen Schreibweise“, dominiert vom melodischen und rhythmischen Einfall sowie vom Gefühl. Aufführungen seiner Werke, zumeist Auftragskompositionen, fanden in Europa, Amerika und Australien statt. Die Internationale U.-D.-S.-Gesellschaft beschäftigt sich mit der Verbreitung der Werke des Komponisten.
Ehrungen
Stipendiat der Alban-Berg-Stiftung 1975 u. 1977; Würdigungspreis des Unterrichtsministeriums 1978; Förderungspreis der Theodor-Körner-Stiftung 1980 u. 1989; Arbeitsstipendium der Stadt Wien 1981, 1984 u. 1987; Förderungspreis des Landes Niederösterreich u. Staatsstipendium der Republik Österreich 1983; Arbeitsstipendium der Stadt Wien f. Komposition 1984; Kompositionspreis in Tolima/Kolumbien 1985 u. Kulturpreis der Stadt Klosterneuburg; Kompositionspreis f. Chormusik nach Texten von Wilhelm Busch 2002.
Werke
W (in der gattungsspezifischen op.-Zählung von S.): op. 1: Messen, Oratorien, geistliche Musik; op. 2: Kammermusik in kleinerer Besetzung (s. Tbsp.); op. 3: größere Kammerensembles (Ballett Lilo und der Wassermann 1984); op. 4: Streich- bzw. Kammerorch.; op. 5: Instrumentalkonzerte (f. Schlagzeug u. Orch. 1986); op. 6: Lieder (Schulmädchenlieder 1983); op. 7: Film-, Tanz- und U-Musik; op. 8: Schulmusik; op. 9: Tasteninstrumente solo; op. 10: Orchesterwerke; op. 11: Chorwerke; op. 12: Opern (Malya 1986; David darf nicht wissen, daß er König ist 1990; Terpsichore 1995–97).
Schriften
Sch: Materialien zur Gehördisposition der Konsonanzempfindung bei Sukzessivintervallen, Dipl.arb. Wien 1978; musikkulturpolitische Aufsätze in div. Ztg.en und Zss. (ME, ÖMZ; Die Furche, Die Presse u. a.).
Literatur
MaÖ 1997 [mit WV]; Th. Antonicek/R. Bonelli (Hg.), Jb. des ÖKB 1997, 1998; Goertz 1989 u. 1994; ÖL 1995; MGÖ 3 (1995); www.soyka-musik.at/ (11/2005).

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Soyka, Ulf-Diether‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]