Logo IKM
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Stekel, Stekel, true Erich (Eric) Paul
* 1898 -06-2727.6.1898 Wien, 1978 -02-1111.2.1978 Grenoble/F. Dirigent, Komponist. 1911–15 studierte er Geige bei F. Ondříček, Dirigieren bei R. Konta und Komposition bei C. Horn am Neuen Wiener Konservatorium, daneben Klavierunterricht bei R. Robert, 1915/16 Studien an der Wiener MAkad. (u. a. bei F. Schreker und K. Prohaska). Nach dem Ersten Weltkrieg war er 1919–21 Bratschist im Wiener Staatsopernorchester, danach Dirigent in Lübeck/D, Prag, 1925/26 an der Volksoper Wien, 1927/28 Assistenzdirigent an der Wiener Staatsoper.1928–30 Dirigent im damals französischen Saarbrücken (heute D), danach emigrierte er nach Frankreich (Exil), dirigierte in Paris, Marseille, Bordeaux und Algier, später in der UdSSR, in Wien, Prag und Paris (Gründung des Amati-Quartetts). Nach vorübergehender Internierung 1939/40 gab er 1945–47 Konzerte in Algier. 1947–51 gründete und leitete St. die MHsch. Saarbrücken, 1951–70 war er Direktor des Konservatoriums Grenoble, wo er auch ein Symphonieorchester ins Leben rief.
Ehrungen
Ritter der Ehrenlegion 1954.
Werke
Oper Weiße Nächte 1929–31 (UA 1936); Oratorien (Détresse et Espérance); Werke f. Orch. (4 Symphonien, Konzerte); Kammermusik; Lieder. – Nachlass: WStLB, Musikslg.
Schriften
Über Bach 1973; Souvenirs de la vie lyrique à Vienne 1975.
Literatur
P. Barrère, E.-P. St. dirige un orchestre symphonique (1952–1969), 1998; P. Barrère, E.-P. St. Portrait d’un chef d’orchestre entre 1898 et 1939, Diss. Lyon 1995; Orpheus im Exil 1995; [Kat.] Die Vertreibung des Geistigen aus Öst. 1985; MGG 12 (1965); Riemann 1961 u. 1975; DBEM 2003; F-A 2 (1978).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Stekel, Erich (Eric) Paul‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]