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Stiedry,
Fritz
* 11.10.1883 Wien,
† 9.8.1968 Zürich/CH.
Dirigent.
Ausbildung am Konservatorium der GdM in Wien (Komposition bei E. Mandyczewski), daneben studierte er Jus an der Univ. Wien (Dr.). 1907/08 war er (auf Empfehlung G. Mahlers) Assistent von E. v. Schuch in Dresden/D. Danach war er Kapellmeister am Deutschen Theater in Prag, in Teplitz (Teplice/CZ), Posen (Poznań/PL), Nürnberg/D und Kassel/D. 1914–23 war er 1. Kapellmeister an der Berliner Hofoper, 1924/25 als NachfolgerF. Weingartners Direktor der Volksoper Wien. In Wien leitete er auch Arbeiter-Sinfoniekonzerte und gehörte dem Kreis um A. Schönberg an. 1924 Heirat mit der Schauspielerin und Sängerin Erika St.-Wagner (* 23.3.1890 Zabeln/Kurland [Sabile/LV], † 21.6.1974 Zürich). Es folgten Tourneen nach Spanien, Russland und Schweden. 1929 wurde St. nach B. Walter Leiter der Berliner Städtischen Oper, jedoch 1933 aus rassischen Gründen entlassen (Nationalsozialismus). Neben der Position als Musikdirektor war er Präsident der Berliner Sektion der
Internationalen Gesellschaft für Neue Musik
. Er dirigierte dann bis 1937 in der Sowjetunion u. a. die Leningrader Philharmonie und ging 1938 ins Exil in die USA, wo er in New York (1946–60 an der Metropolitan Opera) dirigierte. Die letzten Lebensjahre verbrachte er in der Schweiz. Er komponierte auch kammermusikalische Werke.Schr: Beiträge über die Wr. Staatsoper u. über A. Schönberg (s. MaÖ 1997, 183).
Lit: NGroveD 24 (2001); Riemann 1961 u. 1975; Biogr. Hb. der dtspr. Emigration 1983; InterpretenL 1992; MaÖ 1997;
Orpheus im Exil
1995; DirigentenE 1985; Kürschner 1954; Müller-Asow 1929; DBEM 2003; F A 1936 u. 2 (1978); MGÖ 3 (1995); Kosch 4 (1998) [E. St.].
ARa
[ Zuletzt aktualisiert: 2010/03/22 09:13:24 ]
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