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Streitmann, Streitmann, Karl Geschwister
Karl (Carl): * 1853-05-088.5.1853 Wien, † 1937-10-2929.10.1937 Wien. Sänger (Tenor), Schauspieler. 1865–1870 mit Unterbrechung Klavierausbildung am Konservatorium der GdM, daneben absolvierte er das Akademische Gymnasium. Begann angeblich ein Medizinstudium (nicht belegt), wandte sich aber dem Theater zu, nahm Schauspielunterricht bei J. Lewinsky und debütierte um 1875 in Pressburg. Nach Stationen an mehreren Theatern kam er 1878 ans Wiener Stadttheater und wurde von F. v. Jauner, der von seinen Gesangseinlagen beeindruckt war, an das Carltheater engagiert (1879–82). Nach Auftritten in Graz und Prag kehrte er 1883 nach Wien (Theater an der Wien) zurück, wo er große Erfolge in zahlreichen Operetten-UA.en von Joh. Strauß (Sohn) (im Zigeunerbaron sang er den Barinkay, den er über 1.000mal verkörperte), F. Lehár und F. v. Suppè feierte. 1889–91 ging er auf Tournee nach Amerika und England, 1900–02 trat er in Berlin auf. Dazwischen und danach wirkte er wieder am Theater an der Wien und am Carltheater. Darüber hinaus auch kompositorisch tätig, seine Werke erschienen in Wien, Hamburg/D und Leipzig/D. Nach seinem Rückzug von der Bühne wirkte S. als Pädagoge in Wien.
Gedenkstätten
St.gasse (Wien XIII).
Ehrungen
Prof.-Titel 1926; Widmungsträger von O. Straus’ Lied Marietta, op. 15 und von Hans Ceseks Spielmannslied, op. 21.
Werke
Klaviermusik; Lieder; zahlreiche Schallplattenaufnahmen.
Literatur
ÖBL 13 (2010); Czeike 5 (1997) [Foto]; K-R 1997 u. 2000; Kosch 4 (1998); DBEM 2003; F. Planer (Hg.), Das Jb. der Wr. Ges. 1929; Eisenberg 1893; Ulrich 1997; eigene Recherchen. – ÖNB und Wienbibliothek verwahren Teile seiner Korrespondenz.


Seine Frau (ab 1904)

Louise (eig. Aloisia Elisabeth, geb. Übermasser): * 30.3.1862 Wien, † 9.2.1939 Wien. Schauspielerin und Soubrette. Mit 5 Jahren Auftritt am Strampfertheater, dann am Theater an der Wien und 1879–82 am Carltheater. Sie wirkte am Deutschen Landestheater in Prag (1882–85), danach wieder in Wien. 1892 leitete sie das Berliner Alexandertheater, spielte dann wieder am Theater in der Josefstadt, worauf sie sich von der Bühne zurück zog. In zweiter Ehe war sie mit dem Sänger und Theaterleiter Gustav Charlé (eig. Schacherl, seit September 1902 offiziel Charlé, * 28.2.1871 Wien, † nach 1934 [Ort?]) verheiratet.


Literatur
ÖBL 13 (2010); Kosch 4 (1998); K-R 1997 [Charlé]; Ulrich 1997; Geburtsbuch der IKG Wien April 1870 – Oktober 1872, RZ 1319 [Schacherl]; www.genteam.at (8/2018).


Rosa: * 21.2.1857 Wien, † 30.7.1937 Wien. Sängerin (Sopran). Vermittelt durch F. Elßler erhielt sie zunächst eine Ausbildung zur Tänzerin, widmete sich danach jedoch dem Gesang, da ihre Eltern die Berufsausübung nicht erlaubten. Dreijähriger Gesangsunterricht durch ihre Tante R. Csillag und F. Mottl. Mit Csillag debütierte sie 1877 in einem Konzert in Wien. Unter F. Jauner begann sie ihre Bühnenlaufbahn am Carltheater, später sang sie am Theater an der Wien. S. war eine bedeutende Operettensängerin und wirkte ab Ende der 1870er Jahre in mehreren UA.en mit. Nach einer Russland-Tournee hatte sie ein Engagement in Berlin, dann unterbrach sie ihre Laufbahn, um 1896 am Theater in der Josefstadt und 1897 wieder am Carltheater zu singen. Nach einem Engagement am Hamburger Centraltheater beendete sie 1900 ihre Karriere und war in Wien als Pädagogin, u. a. an der MSch. Kaiser tätig.


Literatur
ÖBL 13 (2019); R 1997; Kosch 4 (1998); Dt. Volksbl. 28.8.1907, 9.

Autor(en)
Alexander Rausch
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch/Monika Kornberger, Art. „Streitmann, Geschwister‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 23/08/2018]