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Sucher,
Joseph
* 23.11.1843 Döbör/Ungarn (Doiber/Bl),
† 4.4.1908 Berlin.
Dirigent und Komponist.
Erhielt ersten Musikunterricht von seinem Onkel Anton Hirsch in Wien, besuchte die Akad. der Tonkunst (Gesang, Violine bei J. Benesch) und war ab 1854 Sängerknabe an der Wiener Hofburgkapelle sowie Zögling des Löwenburg’schen Konvikts; Schüler S. Sechters. Bereits im Alter von 13 Jahren dirigierte er die UA seiner ersten Messe im Stift Heiligenkreuz. Als Jusstudent gehörte S. 1864–66 dem
Wiener Akademischen Gesangverein
an und war anschließend? Musiklehrer in Teschen (Cieszyn/PL). Nach Wien zurückgekehrt, wirkte er als Korrepetitor (1870–74) bzw. Dirigent (1873/74) an der Hofoper, als Chormeister (1872–76) des Akademischen Gesangvereins und als Kapellmeister (1874–76) an der Komischen Oper (Ring-Theater). Es folgten Tätigkeiten als Kapellmeister in Leipzig/D (1876–78), Hamburg/D (1878–88) und Berlin (1888–99 Hofoper). Seine von E. Hanslick wohlwollend beurteilten Kompositionen orientierten sich an Rich. Wagner. Seit 1877 war S. mit der Opernsopranistin Rosa Hasselbeck (Haselbeck, Haslbeck; * 23.2.1846 Velburg/D, † 16.4.1927 Eschweiler/D) verheiratet, die u. a. Gastspiele an der Wiener Hofoper gab (1884–86) und nach dem Tod ihres Mannes eine Zeit lang als Gesanglehrerin in Wien lebte.P: Ehrenchormeister des Akademischen Gesangvereins 1874.
W: Messen, Kantaten, Orchesterwerke, Chöre, Lieder.
Lit: Wurzbach 40 (1880); NGroveD 24 (2001); MGG 12 (1965); Kosch 4 (1998); K-R 1997 u. 2000; Riemann 1961; Mendel-R. 10 (1878); [Fs.] 100 Semester Akademischer Gesangverein in Wien 1858–1908, 1908, 35–37, 42, 175 u. 242; W. Beetz,
Das Wr. Opernhaus 1869 bis 1945
, 1949, 65, 79 u. 113; Ulrich 1997; WStLA (Meldearchiv).
ChF
[ Zuletzt aktualisiert: 2011/11/03 09:17:41 ]
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