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Szell Szell true (Széll), George (György) Andreas
* 1897 -06-077.6.1897 Budapest, 1970 -07-3030.7.1970 Cleveland, Ohio/USA. Dirigent, Pianist, Komponist. Als Kind Klavierunterricht von R. Robert in Wien. Er studierte hier ferner Musiktheorie bei J. B. Foerster, K. Prohaska und E. Mandyczewski sowie Komposition bei Max Reger in Leipzig/D. 1908 trat er als Pianist und Komponist bei einem Konzert mit dem Wiener Tonkünstler-Orchester ( Wiener Symphoniker ) hervor. 1915 Korrepetitor und Assistent von R. Strauss an der Berliner Hofoper. 1917–24 Dirigent in Straßburg (Strasbourg/F), Prag, Darmstadt/D und Düsseldorf/D, 1924–29 1. Dirigent an der Staatsoper Berlin, Dirigent des Orchesters des Berliner Rundfunks sowie 1927–30 Dozent an der MHsch., 1929–37 Generalmusikdirektor am Deutschen Landestheater in Prag und Prof. an der Deutschen MAkad. 1937 emigrierte er nach Großbritannien (Exil). Er dirigierte bis 1939 das Scottish Orchestra in Glasgow/GB und das Residentie Orkest in Den Haag/NL. 1940 ging er in die USA. Er lehrte an der Mannes School of Music und an der New School for Social Research in New York. 1941/42 war er Gastdirigent beim NBC Symphony Orchestra, 1942–45 Dirigent an der Metropolitan Opera New York; ferner war er ständiger Gastdirigent beim New York Philharmonic Orchestra. Von 1946 bis zu seinem Tod leitete er das Cleveland Orchestra in Ohio. Nach dem Zweiten Weltkrieg dirigierte er u. a. zahlreiche Philharmonische Konzerte in Wien sowie auch bei den Salzburger Festspielen (UA von Rolf Liebermanns Penelope 1954 und Schule der Frauen 1957 sowie Werner Egks Irischer Legende 1955). Sz. wurde 1946 amerikanischer Staatsbürger.
Ehrungen
Dr. mus. h. c. der Western Reserve Univ. Cleveland 1951; Commander of the Order of the British Empire 1963.
Werke
Orchesterwerke (Variationen über ein eigenes Thema 1916, Lyrische Ouvertüre 1920); Kammer- u. Klaviermusik (Klavierfassung des Till Eulenspiegel von R. Strauss).
Literatur
NGroveD 23 (2001); MGG 16 (1979); DirigentenE 1985; Baker 1984; Biogr. Hb. der dtspr. Emigration 1983; InterpretenL 1992; Orpheus im Exil 1995; Riemann 1961 u. 1975; Kosch 4 (1998); DBEM 2003; Kürschner 1954; ZeneiL 3 (1965); ÖMZ 22 (1967), 427 u. 25 (1970), 565; F-A 1936 u. 2 (1978); Müller-Asow 1929; NGroveDO 4 (1992).

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Szell (Széll), George (György) Andreas‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]