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Szenkar Szenkar Ferdinand (Szenkár), Familie
Ferdinand (Nándor): * --1857/58 Kamienec (Kamieniec-Podolski?/Russland [Kamjanec Podilskyj/UA], Ort nicht eindeutig identifizierbar), † --1927 Budapest. Dirigent, Organist, Komponist. War Schüler von H. v. Koessler in Budapest, wo er anschließend als Dirigent und Organist wirkte.
Werke
Oper Elster, Kirchenmusik, Orchestermusik, Kammermusik.


Seine Söhne

Eugen (Jenő): * 9.4.1891 Budapest, † 25.3.1977 Düsseldorf/D. Dirigent und Komponist. Nach Ausbildung beim Vater besuchte er das Budapester Konservatorium (Studien bei H. v. Koessler und V. v. Herzfeld). 1911/12 Korrepetitor in Budapest, danach 1912/13 Dirigent in Prag (Deutsches Landestheater 1912/13), Budapest (Volksoper 1913–15) und Salzburg (1915/16); Unterrichtstätigkeit am Mozarteum. Anschließend Tätigkeiten in Deutschland (Hofkapellmeister in Altenburg 1916–20, Generalmusikdirektor in Frankfurt/Main 1920–23, an der Berliner Volksoper 1923/24, an der Kölner Oper 1924–33), 1934–37 künstlerischer Leiter der Staatlichen Philharmonie in Moskau. 1939 Emigration (Exil) nach Brasilien, wo er das Brasilianische Symphonieorchester gründete und Operndirigent am Teatro Municipal São Paulo war. 1950 kehrte er nach Deutschland zurück, wo er noch Generalmusikdirektor in Mannheim (1950–52) und Düsseldorf (1952–60) war. Verheiratet mit der Opernsängerin Hermine Zeitschel (* 22.3.1902 [Ort?], † ?).


Ehrungen
Ehrenmitglied der Internationalen Gustav-Mahler-Ges.
Werke
Symphonische Ouvertüre, Suite, Streichquartett, Klaviersonate, (Orchester-) Lieder.


Desző: * 1894 [auch 1897] Budapest, † 1962 (Ort?). Dirigent und Komponist. Besuchte die Budapester MAkad. und war ab 1923 Dirigent bei der Theaterunion. 1930 kam er als Dirigent nach Innsbruck, wirkte auch in Stockholm und Helsinki.


Werke
Operetten.


Alexander Michael: * 24.10.1896 [auch 1897, 1901] Budapest, † 27.8.1971 Buenos Aires. Dirigent und Komponist. Studierte 1913–17 an der MAkad. seiner Heimatstadt bei Zoltan Kodály und V. v. Herzfeld und stand zunächst an den Theatern von Debrezin (Debrecen/H, 1917–19) sowie Stettin (Szczecin/PL, 1920/21) im Engagement. Anschließend Dirigent an verschiedenen deutschen Theatern (Saarbrücken [1921–23], Memel [Klaipėda/LT, 1923/24], Detmold [1924/25], Gera [1926–28]) sowie Operndirektor in Mährisch-Ostrau (1925/26), 1930–36 Generalmusikdirektor an der Grazer Oper (Nachfolge C. Krauss ). 1936–38 Leiter der Philharmonie Charkow (Kharkiv/UA). 1938 emigrierte er nach Argentinien und gründete dort die Camerata Académica de Buenos Aires. Seine Frau (1927) war die Schauspielerin Marte Hein (1900–?).


Werke
Symphonische Dichtungen, Bühnenmusik, Kammermusik, (Orchester-)Lieder.


E.s Sohn Claudio: * 1.1.1940 Rio de Janeiro/BR, † 23.9.2002 (Ort?)/D. Komponist und Musikproduzent. Studierte am Konservatorium Düsseldorf, an der Berklee-School Boston, Mass/USA und bei seinem Vater.


Werke
Werbemusik, Schlager.
Literatur
DBEM 2003; Kosch 4 (1998); Riemann 1961 u. 1975; ZeneiL 3 (1965); Biogr. Hb. der dtspr. Emigration 1983; Müller-Asow 1929; Kürschner 1954; F-A (1936) u. 2 (1978); Ulrich 1997 [S., Hein, Zeitschel]; eigene Recherchen.

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Szenkar (Szenkár), Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 03/11/2006]