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Taddei
(Tadei, Thadei, Tade, Todey, Thadaeus), Alessandro (Alexander)
* ca. 1585 Graz?,
† 1667 Gandria, Tessin/CH.
Organist und Komponist.
Stammte aus einer Tessiner Bildhauer- und Steinmetzfamilie. Erzhzg. Ferdinand von Innerösterreich (Ferdinand II.) ermöglichte ihm 1604–06 ein Studium bei G. Gabrieli in Venedig/I. 1606 wurde er in Nachfolge F. Stivoris Grazer Hoforganist, 1610 unternahm er eine neuerliche Reise zu Gabrieli und kam vielleicht mit Heinrich Schütz in Kontakt. 1607/08 begleitete er Erzhzg. Ferdinand nach Regensburg/D und 1611 nach Wien. Nach der Wahl Ferdinands zum Kaiser wurde T. 1619 kaiserlicher Hoforganist in Wien, 1628/29 war er Kapellmeister im Stift Kremsmünster. 1630 erhielt er seitens des K.s eine lebenslängliche Pension und dürfte bereits in ein Karmeliterkloster eingetreten sein. 1640 ist er im Karmeliterkloster zu Venedig nachweisbar, 1642–47 war er 2. Organist am Dom zu Udine/I. Über die Zeit danach fehlen verlässliche Quellen. Seine Werke sind dem spätvenezianischen Prunkstil zuzurechnen.W: Missa sine nomine (16 Stimmen), 3-stimmige (m. B. c.) Motette O beatum Carolum (in G. B. Bonomettis
Parnassus musicus Ferdinandeus 1615), Marienmotette Hodie beata virgo (f. 4 Singstimmen, 2 V., 4 Pos. u. Org., s. Abb., aus Lechler-Cod.12), Psalmi vespertini (f. 8 Stimmen u. B. c., Venedig 1628).
Lit: H. Federhofer in Mus. disc. 6 (1952); Federhofer 1967; NGroveD 24 (2001); MGG 13 (1966); StMl 1962–66; [Kat.] Musik i. d. St. 1980; Kellner 1956; Riemann 1961 u. 1975; Köchel 1869; MGÖ 1 (1995).
ChF
[ Zuletzt aktualisiert: 2011/09/27 11:02:29 ]
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