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Trancard Trancard true (Trancart, Trancarti; geb. Levier), Nancy (Maria Anna; Pseud. Signora Lenzi, Mademoiselle Nancy)
* --?, --?. Tänzerin. Tochter eines französischen Ballettmeisters, der in den 1740er Jahren am Drury Lane Theatre in London arbeitete, und einer englischen Mutter; verheiratet mit Antoine T. (?–?), Tänzer (1767 und 1781/82 in Wien), Choreograph, Ballettmeister. 1748 trat sie anlässlich der Eröffnung des Burgtheaters in Wien auf (Ch. W. Gluck). J. G. Noverre holte sie 1761 nach Stuttgart/D, wo sie zu einer der bedeutendsten Solistinnen avancierte; 1765 und 1767 in Wien. 1775 folgte sie ihrem Mann nach München/D und wurde als erste Tänzerin im Fach demi-caractère verpflichtet. Trotz der Aussicht auf eine Lebensstellung verließ das Ehepaar 1778 den Hofdienst. Sowohl in Stuttgart wie später in Wien war T. wiederholt die Partnerin G. Vestris’ und unterstützte auf diese Weise auch die (Neu- oder Wieder-)Einstudierungen der Ballette von J. G. Noverre. Daneben gab das Ehepaar T. auch zahlreiche Gastspiele, z. B. in St. Petersburg/RUS. T. tanzte u. a. Médea in Médée et Jason (1763), Jole in La Mort d’Hercule, Armide in Renault et Armide (alle Choreographien von Noverre in Stuttgart) und Nymphe in La Nina Spergiura (München).
Literatur
P. u. P. Mlakar, Unsterblicher Theatertanz. 300 Jahre Ballettgesch. der Oper in München 1 (1992); Raab 1994; V. Junk, Hb. des Tanzes 1930; Derra de Moroda Dance Archives, Personenkartei.

Autor(en)
Gabi Vettermann
Empfohlene Zitierweise
Gabi Vettermann, Art. „Trancard (Trancart, Trancarti; geb. Levier), Nancy (Maria Anna; Pseud. Signora Lenzi, Mademoiselle Nancy)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]