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Treybenreif Treybenreif true (Treibenreiff, gen. Tritonius), Peter
* --ca. 1465 Bozen/Südtirol (Bolzano/I), --1525 1525 Hall?/T. Schulmeister und Komponist. Immatrikulierte 1486 an der Univ. Wien und 1497 in Ingolstadt/D, wo er bis 1499 blieb. 1500–02 war er Lateinschulmeister in Brixen. In einem Brief von 1502 bezeichnete er sich als Mag. der Univ. Padua/I. 1505–08 gehörte er dem Wiener Humanistenkreis um Konrad Celtes an, der ihn zu vierstimmigen Vertonungen von Horaz-Oden gemäß den 19 Versmaßen (Länge = Brevis, Kürze = Semibrevis) anregt hatte. Nach Celtes’ Tod lehrte T. an den Lateinschulen in Bozen (1508–12), Hall (1513–19 und 1524/25) und Schwaz (ca. 1519–24). Vielleicht wirkte er am ältesten (von Josef Piernsieder in Schwaz 1524) gedruckten Gesangbuch Hymnarius […] verteutscht mit (Liederbuch). Einige von T.s Oden, die im ganzen 16. Jh. vorbildlich waren, wurden von H. Judenkünig intabuliert und von L. Senfl bearbeitet.
Werke
Melopoiae sive Harmoniae tetracenticae, Augsburg 1507, 21507 als Harmonie Petri Tritonii super odis Horatii Flacci, 31532, 41551 (NA v. G. Vecchi 1967).
Literatur
NGroveD 25 (2001) [Tritonius]; MGG 13 (1966) u. 16 (1979) [Tritonius]; Czeike 5 (1997) [Treibenreiff]; R. Pirker in MusAu 1 (1977); K. Drexel/M. Fink (Hg.), Musikgesch. Tirols 1 (2001); MGÖ 1 (1995).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Treybenreif (Treibenreiff, gen. Tritonius), Peter‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]


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