Logo IKM
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Vančura Vančura true (Vancura), Adolf
* 1900 -06-1111.6.1900 Wien, 1967 -01-099.1.1967 Wien. Kapellmeister, Pianist, Komponist. Als Gemeindebediensteter Ausbildung an der Wiener MSch. Kaiser (Harmonielehre, Kontrapunkt, Klavier), Dirigieren bei L. Kaiser selbst, war Leiter des Heiteren Wiener Mandl-Quartetts und (als hauptberuflicher Amtsrat) ab 1947 ca. 20 Jahre der Werkskapelle der Wiener Elektrizitätswerke (u. a. Mitwirkung bei der Eröffnung der Wiener Festwochen 1954). Am 1.5.1948 wirkte V. auf dem Wiener Rathausplatz bei einem „Monsterkonzert der vereinigten städtischen Musikkapellen“ mit, bei denen u. a. auch G. Gaigg und O. Waček beteiligt waren. V. komponierte, schon im Alter von 16 Jahren beginnend und vielseitig begabt, über 250 Werke, v. a. für Blasorchester; ein großer Teil davon erschien im Musikverlag H. Kliment und wurde für Rundfunk und Schallplatte aufgezeichnet. – Nicht verwandt mit dem Komponisten Josef Vancura (ca. 1888–1960).
Ehrungen
Bronzene Verdienstmedaille des Österr. Roten Kreuzes.
Werke
Ouvertüren (Waldkönigin; Manuela; Waldromantik; Euphonia; Silvana; Allotria); Polkas (Payerbacher Polka; Harmonika-Humoreske; Prater-Polka; Feuerwehr-Polka; Zizibe u. „Mir zwa“ f. 2 Klar.; Bass-Polka f. Tuba u. Orch.); Walzer Lorenzi; Charakterstück Gänsemarsch; Libertas-Marsch; Marsch-Fox Liebe, Luft u. Leben; Freudenauer Galopp; Zauberer-Galopp; Alt-Wienerisch f. Bläser; Kammermusik; Orgelmusik; Chormusik (u. a. Männerquartette); Konzert- u. Wienerlieder; Arrangements von Werken u. a. von Joh. Strauß Sohn (Im Krapfenwaldl; Perpetuum mobile), K. Komzák d. J. – WV in der Kommission f. Musikforschung der ÖAW.
Literatur
Suppan 1994; Lang 1974 u. 1986; F-A 1978; Slg. Moißl; www.wien.gv.at/ma53/45jahre/1948/0448.htm (4/2006).

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Vančura (Vancura), Adolf‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 18/04/2006]