Végh, Sándor
* 17.5.1912 Klausenburg/Siebenbürgen (Cluj-Napoca/RO), † 7.1.1997 Freilassing/D. Violinist und Dirigent. Erhielt im Alter von 6 Jahren ersten Klavierunterricht, 1924–30 studierte er am Budapester Konservatorium. 1931–33 Violinist im Ungarischen Trio, 1935–38 im Ungarischen Quartett; Konzertreisen als Violinsolist durch ganz Europa. 1940 Gründer des V.-Quartetts (gem. m. Sándor Zöldy, Georges Janzer und Paul Szabó), das in dieser Zusammensetzung bis 1978 bestand. 1941–45 unterrichtete V. an der Budapester MAkad., danach emigrierte er nach Frankreich. Es folgten Lehrtätigkeiten in der Schweiz und in Deutschland, zuletzt war V. 1970–87 am Mozarteum Salzburg tätig. 1953–69 wirkte er am Festival von Prades/F mit (Förderung durch Pablo Casals), 1962 gründete er das Musikfestival von Cervo/I und 1972 das Internationale Kammermusikseminar in Prussia Cove/GB. Als Dirigent gab er Konzerte mit den Wiener und Berliner Philharmonikern und leitete 1978–97 erfolgreich die Camerata academica Salzburg . Zahlreiche CD-Produktionen.
P: Hubay-Preis 1927; Reményi-Preis 1927; Commander of the Order of the British Empire 1988; Ritter der frz. Ehrenlegion 1992; Goldene Mozartmedaille der Internationalen Stiftung Mozarteum 1992.
Lit: NGroveD 26 (2001) [V., V. Quartet]; P. Cossé, S. V. 1995; InterpretenL 1992; Riemann 1961 u. 1975; Konzertprogramme des Wr. Konzerthauses 30./31.5.1995, 28./29.9.1996 u. 5./6.11.1997 [Auflistung aller Auftritte V.s im Konzerthaus]; Die Presse 31.1.1992; MGÖ 3 (1995).


ChF  
[ Zuletzt aktualisiert: 2010/10/11 13:25:46 ]

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Quelle: Österreichisches Musiklexikon, Kommission für Musikforschung
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