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Vogl, Vogl, true Johann Michael
* 1768 -08-1010.8.1768 Ennsdorf bei Steyr/OÖ (heute Steyr), 1840 -11-2020.11.1840 Wien. Sänger (Bariton), Kapellmeister, Komponist. War Sopranist an der Stadtpfarrkirche Steyr, wo er Musik- und Gesangunterricht erhielt. Ab 1781 besuchte er das Stiftsgymnasium in Kremsmünster. 1785 ging er mit F. X. Süßmayr nach Wien, wo er ein Jus-Studium begann und Volontär beim Magistrat wurde. Der Kastrat Girolamo Crescentini erteilte ihm Gesangunterricht. V. wurde 1794 durch Vermittlung von Süßmayr Hofopernsänger am Kärntnertortheater. 1814 sang er den Pizarro in L. v. Beethovens Fidelio (3. Fassung). 1817 lernte er Fr. Schubert kennen, für dessen Lieder er sich nach seiner Pensionierung 1821 u. a. in Schubertiaden einsetzte, mit dem er Reisen unternahm und den er auch sonst förderte. Die von ihm angebrachten Verzierungen in den Liedern, z. T. von Schubert autorisiert, folgten der damaligen Aufführungspraxis.
Ehrungen
Ehrenmitglied der GdM in Wien u. des Linzer Musikvereins.
Werke
Messen, Offertorium; Arien u. Lieder.
Literatur
A. Liess, J. M. V. 1954; MGG 13 (1966); NGroveD 26 (2001); Wurzbach 51 (1885); K-R 1997; SchubertL 1997; Deutsch, Schubert Dokumente 1980; E. Hilmar/W. Bodendorff (Hg.), Franz Schubert. Dokumente 1801–1830, 2003; W. Dürr in 19th Century Music 3 (1979/80); Kellner 1956; Czeike 5 (1997); MGÖ 2 (1995).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Vogl, Johann Michael‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]