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Wallner, Wallner, Mathias: Familie
Mathias: * 1828 -02-1717.2.1828 Ottenschlag/Böhmen (Otín-Jindřichův Hradec/CZ), † 1898-01-2323.1.1898 Waidhofen an der Thaya/NÖ. Lehrer, Kirchenmusiker. War um 1860/61 bereits Unterlehrer im böhmischen Altstadt (Staré Město/CZ), von wo er 1870 als Chorregent, Organist und Musiklehrer nach Waidhofen an der Thaya übersiedelte. Hier leitete er auch das Musikcorps der Bürgergarde und den neu gegründeten Musikverein. Sein Nachfolger als Chorregent war der mit ihm nicht verwandte Alois W. (* 3.4.1843 Reichersdorf im Traisental/NÖ, † 29.5.1902 Waidhofen an der Thaya).
Literatur
P. Erhart, Musik im Waldviertel 2014.


Seine Söhne

Hans Maria (eig. Johann v. Nepomuk Maria): * 14.5.1860 Altstadt, † 25.4.1913 Baden bei Wien/NÖ. Dirigent, Komponist und Pianist. Erhielt ersten Musikunterricht vom Vater. Besuchte nach der Waidhofener Realschule zunächst 1875 die Lehrerbildungsanstalt in Krems, entschied sich jedoch für die Musik und studierte 1876–80 am Konservatorium der GdM in Wien Klavier, Musiktheorie und Komposition (bei F. Krenn). Theaterkapellmeister in Marburg an der Drau (1883– 85), Budapest (1886/87), Hermannstadt ([Sibiu/RO] 1887/88), angeblich auch in Meran und am Wiener Jantschtheater; kam 1888 ans Stadttheater nach Baden bei Wien, wo er 1905 K. Komzák d. J. als Leiter der Kurkapelle nachfolgte (seine Stelle am Theater übernahm K. Wiesmann). 1890/91 und 1904/05 (provisorisch) war er Chormeister des MGV Baden. Er dirigierte auch das von ihm mitbegründete Wiener Tonkünstlerorchester (Wiener Symphoniker). Im Sommer 1913 wurde ein Zimmer im Badener Erholungsheim für kranke Musiker nach W. benannt und mit Erinnerungsstücken an ihn eingerichtet.


Ehrungen
Bürgerrecht der Stadt Baden 1912.
Werke
3 Opern (Traumprinzessin UA Baden 1889), Operetten, Bühnenmusiken; Werke f. Orch., Kammermusik, Chöre u. Lieder.
Literatur
Erhart 1998; Deutschlands, Österreich-Ungarns u. der Schweiz Gelehrte, Künstler u. Schriftsteller in Wort u. Bild 21910 [Foto]; Kosch 5 (2004); Stieger II/3 (1978); F-A 1936; J. Walter, Fs. zur Feier des 50jährigen Bestandes des Gesangvereines Baden 1912; Marburger Ztg. 5.10.1884, 3, 1.2.1885, 4; Die Presse 28.5.1887, 11; Sport & Salon 6.5.1905, 11, Arbeiter-Ztg. 7.4.1907, 5, 26.4.1913, 8; Neues Wr. Tagbl. 21.9.1907, 10; Musikalisches Wochenbl. 2.1.1908, 11; Badener Ztg. 2.5.1908, 5, 16.5.1908, 4, 26.4.1913, 5, 3.5.1913, 4, 20.5.1914, 3, 5.7.1913, 4; Reichspost 26.4.1913, 5; Geburtsbuch der Pfarre Altstadt 1859– 84, fol. 20; eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM).


Karl Maria: * 14.10.1861 Altstadt, † nach 1916 (Ort?). Kapellmeister. Studierte 1879/80 am Konservatorium der GdM Fagott (bei Wilhelm Kraukenhagen). Weiters vermutlich bei E. Stocker an der MSch. Horak Klavier und vermutlich danach in Graz Komposition bei W. Mayer(-Rémy). 1883 wurde er Lehrer an der MSch. Pettau (Ptuj/SLO), 1885 Kpm. in (Bad) Radkersburg/St und 1887 Chordirigent des Philharmonischen Vereins in Marburg an der Drau (um 1889 auch Chormeister der dortigen Südbahnliedertafel). 1891/92 Musikdirektor in Leoben sowie Leiter der MSch. 1893 wahrscheinlich Dirigent der Kurkonzerte in (Bad) Gleichenberg/St, vermutlich ab 1892 (bis 1902?, gesichert bis 1900) war W. Musiklehrer (1895 Eröffnung einer Privat-MSch.) und Organist in Knittelfeld (hier auch Chormeister des Sängervereins). Ca. 1906/07 wirkte er als Konzertmeister der Gesellschaft der Musikfreunde in Dornbirn. Im Sommer 1906 und 1907 dirigierte er fallweise die Badener Kurkapelle, ab September 1907 kurzzeitig Kapellmeister am Theater an der Wien, 1908/09 angeblich Chordirektor und Kapellmeister am Wiener Johann Strauß-Theater. 1908–16 Kurkapellmeister in (Bad) Vöslau/NÖ, 1907, 1909 und 1912 ist er wie sein Bruder als Dirigent des Wiener Tonkünstlerorchesters belegt, 1909 dirigierte er den Philharmonischen Chor. Zuletzt lebte er angeblich in Mariazell. Sein 1896 prämierter Männerchor Der Halterbua wurde vom Steirischen Sängerbund beim fünften Deutschen Sängerbundesfest in Stuttgart/D aufgeführt.


Ehrungen
2. Preis beim Preisausschreiben „Männerchöre im steirischen Volkstone mit Jodler“ des Steirischen Sängerbundes 1896.
Werke
Operette, Männerchöre, Kirchenmusik, Ouvertüren (Hochlandsklänge, Maja).
Literatur
StMl 1962–66 u. 22009; Südsteirische Post 3.10.1888, 5; Marburger Ztg. 30.12.1888, 6, 1.8.1889, 5, 16.2.1890, 4, 18.10.1891, 3; Grazer Tagbl. 17.12.1891, 6, 26.8.1892, 5, 13.6.1893, 5, 24.12.1894, 2, 4.3.1895, 6, 19.4.1895, 3, 23.10.1895, 5, 3.5.1896, 4, 12.7.1896, 3, 30.9.1897, 6, 2.10.1900, 8; Badener Ztg. 29.8.1906, 1f, 10.8.1907, 3, 21.8.1907, 4, 24.8.1907, 5, 16.5.1908, 6, 20.5.1908, 5f, 30.9.1908, 5, 11.10.1911, 5, 7.8.1912, 4, 6.6.1914, 8, 29.7.1916, 5, 2.8.1916, 2; Prager Tagbl. 11.1.1907, 7; Vorarlberger Landes-Ztg. 5.3.1907, 2; Neues Wr. Journal 28.4.1907, 13, 10.11.1907, 8, 25.6.1909, 9, 24.10.1909, 14, 13.7.1913, 7; Wr. Abendpost 7.9.1907, 3; NFP 28.8.1910, 14; Dt. Volksblatt 3.8.1912, 6; Arbeiter-Ztg. 28.12.1912, 8; Geburtsbuch der Pfarre Altstadt 1859– 84, fol. 35; 20; eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM); Mitt. Vorarlberger Landesarchiv, Musiksammlung.

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Wallner, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 09/02/2016]