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Weigl, Weigl, Karl Ehepaar
Karl Ignaz: * 1881 -02-066.2.1881 Wien, † 1949 -08-1111.8.1949 New York/ USA. Komponist, Musikpädagoge. Studierte 1896–99 Komposition bei A. v. Zemlinsky und R. Fuchs, anschließend Musikwissenschaft bei G. Adler (Dr. 1903). War Korrepetitor unter G. Mahler an der Wiener Hofoper (1904–06) und 1904 Mitbegründer der Vereinigung schaffender Tonkünstler. 1918–28 Lehrer für Komposition, Harmonielehre und Kontrapunkt am Neuen Wiener Konservatorium, 1929–33 Lektor an der Univ. Wien. 1938 emigrierte er in die USA (Exil) und unterrichtete an den Konservatorien und Musikschulen von Hartford, Connecticut (1941/42), Brooklyn, New York (1943–45), Boston, MA (1946–48) und Philadelphia, CA (1948/49), amerikanischer Staatsbürger seit 1944.
Gedenkstätten
K. W. Memorial Fund.
Ehrungen
Beethovenpreis 1910; Preis des Philadelphia Mendelssohn Club 1922; Preis der Stadt Wien 1924; Prof.-Titel 1928.
Werke
Märchenspiel Der Rattenfänger von Hameln 1932, Orchesterwerke (6 Symphonien 1908–47; Phantastisches Intermezzo 1922; Old Vienna 1939), Chorwerke (Frühlingsfeier 1909; Weltfeier 1912), Konzerte, Kammermusik (8 Streichquartette 1903–49), Lieder, Klaviermusik. Nachlass: Yale University.
Schriften
Emanuel Aloys Förster, Diss. Wien 1903; Erinnerungen an Gustav Mahler in Austria 1947.
Literatur
NGroveD 27 (2001); MGÖ 3 (1995); Müller-Asow 1929; R. Hoffmann in Musikbll. des Anbruch 3 (1921); M. Weigl-Piers in ÖMZ 43 (1988); G. Illrich in ÖMZ 12 (1999); G. Illich, K. W. 2002.


Seine Frau Vally (Valerie, geb. Pick): * 11.9.1894 Wien, † 25.12.1982 New York. Pianistin, Musiktherapeutin, Komponistin. Studium bei R. Robert (Klavier), G. Adler (Musikwissenschaft) und ihrem späteren Mann K. W. (Komposition), der sie 1921 als zweite Frau (nach einer Ehe mit E. Pazeller 1910–13) heiratete. Es folgten Assistentenstellen bei R. Robert (1916–20) und K. W. (1929–33). In den USA absolvierte sie eine Ausbildung an der Columbia University (M. A. 1955) und begann eine erfolgreiche Karriere als Musiktherapeutin an diversen Krankenhäusern. 1955–65 hatte sie eine leitende Position an der Medical CollegeNew York Research Clinic inne und trat daneben mit pazifistischem Engagement und zahlreichen Kompositionen an die Öffentlichkeit.


Ehrungen
Auszeichnungen der American Composer’s Alliance und der Mark Rothko Foundation; NEA Fellowship Grant 1976.
Werke
Chorwerke, Kammer- u. Klaviermusik, Lieder.
Schriften
Functional Music with Cerebral Palsied Children in Music Therapy 1954; Give Them Music in The Crippled Child 1957; Songs For a Child 1963.
Literatur
NGroveD 27 (2001); Müller-Asow 1929; Marx/Haas 2001; E. Fitzhum/P. Gruber (Hg.), Give them Music. Musiktherapie im Exil am Bsp. von V. W. 2003; E. Fitzhum, Von den Reformbewegungen zur Musiktherapie. Die Brückenfunktion der V. W. 2003; Musik u. Gender im Internet in http://mugi.hfmt-hamburg.de (06/2006).

Autor(en)
Stefan Schmidl
Empfohlene Zitierweise
Stefan Schmidl, Art. „Weigl, Ehepaar‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 18/06/2006]