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Wiesmann, Wiesmann, Karl Familie
Karl Josef: * 1881-03-1515.3.1881 Meidling/NÖ (heute Wien XII), † 1936-11-099.11.1936 Baden bei Wien/NÖ (begr. Wien). Kapellmeister und Komponist. Studierte 1896–1904 am Konservatorium der GdM ; bis 1902 Fagott bei Johann Böhm (Nebenfächer: Klavier [bei F. Loewe, J. Schalk], Musiktheorie [bei H. Th. Grädener]) und anschließend bis 1904 Orgel bei J. Vockner (Nebenfächer: Komposition [bei R. Fuchs], Klavier). Unter C. M. Ziehrer spielte er in der Hofballmusik. 1905 wurde er in der Nachfolge H. M. Wallners 1. Kapellmeister am Stadttheater in Baden, wo er seit 1904 Fagottist, Korrepetitor und 2. Kapellmeister gewesen war; ein im Mai 1906 verlautbartes Engagement an das Theater an der Wien ab der Saison 1906/07 scheint nicht zustande gekommen zu sein. 1907/08 Kapellmeister am Wiener Orpheum, danach wieder am Badener Theater; hier um 1918 auch Theaterdirektor-Stellvertreter, 1921 und 1927–32 Vorsitzender von das Theater leitenden Künstlerkollegien. Nach H. M. Wallners Tod übernahm W. auch die Leitung der Badener Kurkonzerte, 1929 war er weiters Musikdirektor am Stadttheater von Wiener Neustadt. 1918 ehelichte er die Badener Choristin und Schauspielerin Josefa Kienczel (Kienzl, * 19.12.1888 [Bad] Vöslau/NÖ).
Ehrungen
Goldenes Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille 1918; Ehrenzeichen II. Klasse vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration 1923; Silberner Taktstock der Stadtgemeinde Baden 1930; Ehrenmitglied des Badener Musikervereins 1930; Ehrenchormeister des MGV „Liederfreunde“ Baden; Prof.-Titel 1935.
Werke
Symphonien, Operetten u. Volksstücke (Nachtwächter u. Milchmädel, Saffa tanzt, Vergib uns unsere Schuld , alle UA 1908), Chöre, Lieder (Ave Badensia 1930, T: Ernst Schultze), Tänze, Märsche.


Sein Enkel Christian: * 26.10.1953 Baden bei Wien. Musikpädagoge und Chorleiter. Musikpädagogik- (Lehramtsprüfung 1977) und Geschichtestudium (Mag. phil. 1985) an der MHsch. und an der Univ. Wien. Unterrichtet seit 1977 an einem Badener Gymnasium. Daneben Organist an der Badener Stadtpfarrkirche St. Stephan, Mitglied diverser Bands und Beschäftigung mit Alter Musik. Seit 1994 Leiter des Badener Kammerchors, seit 2006 auch Chorregent der Pfarre Pfaffstätten/NÖ.


Werke
Gelegenheitsmusik für Schule und Chöre.
Literatur
Erhart 1998; A. Willander, Baden bei Wien. Stadt der Musik 2007; G. Schützl, Tonspuren. Musikergedenkstätten in Baden 2008; A. Willander, Musikgesch. der Stadt Baden 1980; F-A 1936; F. J. Ewens, Lex. des dt. Chorwesens 1954; Der österr. Musiker H. 5/6 (1935), 132f; R. v. Perger/R. Hirschfeld, Gesch. der K. k. GdM in Wien 1912, 335; Stieger III/3 (1978); NFP 27.5.1906, 14; Neuigkeits-Welt-Bl. 8.2.1908, 6; Badener Ztg. 18.3.1908, 3, 31.8.1918, 2, 7.9.1921, 1, 26.1.1929, 3, 19.4.1930, 2, 3.5.1930, 4, 5.6.1935, 2, 15.6.1925, 2, 13.7.1935, 2, 11.11.1936, 2; Dt. Volksblatt 3.5.1918, 7; Österr. Land-Ztg. 18.5.1918, 10; Rollettmuseum Baden (Nachlassverzeichnis); Trauungsbuch 1916–18 der Pfarre Baden-St. Stephan, fol. 126; eigene Recherchen (Bühnen-Jb.er, Jahresberichte des Konservatoriums der GdM); www.pfarre-pfaffstaetten.at (1/2016); pers. Mitt. Ch. W.

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Wiesmann, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 09/02/2016]