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Winkelmann, Winkelmann, true Hermann
* 1849 -03-088.3.1849 Braunschweig/D, 1912 -01-1818.(19.?)1.1912 Mauer bei Wien (Wien XXIII). Sänger (Tenor). Er wollte ursprünglich Klavierbauer werden, studierte dann aber Gesang in Paris und Hannover/D. Debüt am Hoftheater in Sondershausen/D 1875 als Manrico in G. Verdis Troubadour. Engagements in Altenburg/D und Hamburg/D, wo er 1879 die Titelrolle in der UA von A. Rubinsteins Nero und 1883 den Jean in der deutschen EA von Jules Massenets Hérodiade sang. Bald wurde er einer der führenden Wagner-Tenöre: 1882 war er der erste Walther von Stolzing und Tristan in London und der Parsifal anlässlich der UA in Bayreuth/D, wo er später auch den Walther sang. 1882 debütierte er an der Wiener Hofoper, wo er 1883–1906 Ensemblemitglied war und u. a. den Tristan (1883), Verdis Otello (1888), F. Smetanas Dalibor (1892) und W. Kienzls Matthias in Der Evangelimann (1896) kreierte. 1906 verabschiedete sich W. als Tannhäuser vom Wiener Opernpublikum. Gastspiele führten ihn nach Dresden/D, Berlin, Prag und Nordamerika. Sein Repertoire umfasste neben den erwähnten Partien u. a. Florestan, Masaniello (Die Stumme von Portici) und Aubry (Der Vampyr). Er war auch ein angesehener Oratorien- und Liedsänger; 1908 gab er sein letztes Konzert in Wien, wo er als Gesangpädagoge tätig war. Sein Sohn Hans (1881–1943) war ebenfalls ein angesehener Tenor.
Ehrungen
k.k. Kammersänger; Ehrenmitglied der Wr. Hofoper.
Literatur
K-R 1997 u. 2000; NGroveDO 3 (1992); Eisenberg 1903; Th. Helm, Fünfzig Jahre Wr. Musikleben (1866–1916), hg. v. M. Schönherr 1974; Czeike 5 (1997); Kat.] 100 Jahre Wr. Oper 1969, 82.

Autor(en)
Michael Jahn
Empfohlene Zitierweise
Michael Jahn, Art. „Winkelmann, Hermann‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]

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