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Wölfl Wölfl true (Wölffl), Joseph
* 1773 -12-2424.12.1773 Salzburg, 1812 -05-2121.5.1812 London. Pianist und Komponist. Erhielt als Kapellknabe am Salzburger Dom (1783–86) musikalischen Unterricht von L. Mozart (bis zu dessen Tod), Francesco Ceccarelli und F. K. Schulz. J. M. Haydn dagegen dürfte nicht zu seinen Lehrern gezählt haben, vielleicht aber M. A. Mozart. Erste Kompositionsversuche W.s stammen vermutlich aus der Mitte der 1780er Jahre. Ab 1790 in Wien, war er mit W. A. Mozart bekannt, eine Schülerschaft ist jedoch fast auszuschließen. 1792–95 wirkte W. – vermittelt von Mozart – als Kapellmeister und Musiklehrer bei Michel-Kasimir Graf Oginsky in Warschau, 1795–99 wohnte er in Wien und konnte sich als bedeutendster Pianist neben L. v. Beethoven positionieren. 1798 heiratete er die Sängerin Therese Klemm (?–?), 1799–1801 unternahm er eine ausgedehnte Konzertreise nach Brünn, Prag, Dresden/D, Leipzig/D, Berlin und Hamburg/D. 1801–05 lebte W. als gefeierter Pianist und Komponist in Paris, anschließend in London.
Gedenkstätten
Gedenktafel Salzburg, Festungsgasse 4 (s. Abb.)
Werke
Opern u. Singspiele (Der Höllenberg 1795 [T: E. Schikaneder], Der Kopf ohne Mann 1798 [T: J. Perinet], Fernando, ou Les maures 1805), Ballette, 2 Symphonien, Klavierkonzerte, Kammermusik (v. a. mit Kl.), Klaviermusik, Lieder, Auf die Namensfeyer des Erzhzg.s Karl f. Soli u. Chor; Lehrwerk Méthode de Pianoforte [vor 1810].
Literatur
MGG 14 (1968) u. 16 (1979); NGroveD 27 (2001); E. Hintermaier in ÖMZ 27 (1972); R. Baum, J. W. (1773–1812), 1928; Riemann 1961 u. 1975; W. A. Bauer/O. E. Deutsch (Hg.), Mozart. Briefe u. Aufzeichnungen, 7 Bde. 1962ff; Wurzbach 57 (1889); M. Haider-Dechant in D. Šedivý (Hg.), [Kgr.-Ber.] Salzburgs Musikgeschichte im Zeichen des Provinzialismus? 2014; MGÖ 2 (1995).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Wölfl (Wölffl), Joseph‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]