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Wolfsohn, Wolfsohn, true Juliusz
* 1880 -01-077.1.1880 Warschau, 1944 -02-1212.2.1944 New York/USA. Pianist, Komponist. Erhielt ersten Unterricht am Konservatorium der Philharmonischen Gesellschaft n Moskau, absolvierte dann das Warschauer Konservatorium unter Alexander Michałowski (Klavier) und Sigismund Noskowski (Komposition) und studierte weiter in Paris bei Raoul Pugno und kurze Zeit in Wien bei Th. Leschetizky und I. Friedman. 1906 übersiedelte er von Warschau nach Wien, wo er bald als ausgezeichneter Interpret der Werke F. Chopins bekannt wurde. Konzerttourneen führten ihn durch Europa und in die USA (1926), daneben wirkte er als Pädagoge (Schüler: E. Kanitz, E. Lustgarten, I. Waghalter) und Musikreferent österreichischer und polnischer Zeitungen. Beeinflusst von der 1908 in St. Petersburg/RUS gegründeten Gesellschaft für jüdische Volksmusik hielt er einschlägige Vorträge über diese Musik, die er in seinen Klavierkompositionen auch verarbeitete. Mit J. Stutschewsky und M. Graf war er Mitbegründer des Vereins zur Förderung jüdischer Musik in Wien (1928). 1939 musste er in die USA emigrieren (Exil).
Werke
Klavierwerke (Jüdische Rhapsodie 1923; Paraphrasen über altjüdische Volksweisen, 3 Bde. 1921–25; Hebräische Suite 1927, auch f. Kl. u. Orch.), Kammermusik.
Literatur
A. Sperlich in J. Nemtsov, Jüdische Kunstmusik im 20. Jh. 2006; S. Wininger (Hg.), Große Jüdische National-Biographie 6 (1931).

Autor(en)
Andreas Sperlich
Empfohlene Zitierweise
Andreas Sperlich, Art. „Wolfsohn, Juliusz‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 30/03/2004]