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Zamara, Zamara, Anton Familie
Anton (Antonio) Augustin Maria: * 1823 -04-022.4.1823 [lt. TBP, andere Geburtsjahre (1828/1831/1835) nicht richtig] Mailand/I, † 1901 -11-1212. [nicht 11.] 11.1901 Wien. Harfenist und Komponist. Sohn eines k. k. Beamten, studierte am Konservatorium in Mailand und übersiedelte zu Beginn der 1840er Jahre nach Wien, wo er bei S. Sechter Komposition studierte und 1842–92 Mitglied des Hofopernorchesters war. Als langjähriger Prof. am Konservatorium der GdM prägte er die Wiener Harfentradition wie kaum ein anderer.
Ehrungen
K. u. k. Kammervirtuose; Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone 1892; Ritter des ital. Kronenordens; Offizier des montenegrinischen Danilo-Ordens; Goldene hannoveranische Medaille f. Kunst u. Wissenschaft.
Werke
Kammermusik (v. a. mit Hf.), Lieder; Harfenschule.


Seine Kinder

Theresia (Theresina u. ä.) Maria Hermine: * 14.4.1856 [nicht 5.12.1864, 14.4.1862] Wien, † 23.8.1927 Wien. Harfenistin. Besuchte 1869–75 das Konservatorium der GdM, wo sie Harfenschülerin ihres Vaters und Klavierschülerin von Franz Ramesch war. Früh trat sie bereits als Harfenvirtuosin öffentlich auf und unternahm mehrere Kunstreisen. Bis zum Brand 1881 gehörte sie weiters dem Orchester des Wiener Ring-Theaters an, ab 1889 war sie Mitglied des königlich ungarischen Opernorchesters in Budapest. Sie unterrichtete 1898–1919 am Konservatorium der GdM bzw. an der MAkad. Ihre ältere Schwester Johanna Antonia (* 5.12.1854 Wien, † vor 5.9.1916 [Ort?, begr. Wien]) belegte 1872/73 die Fächer Gesang und Klavierbegleitung am Konservatorium der GdM.


Ehrungen
Silberne Gesellschaftsmedaille 1876.


Alfred Maria Victor: * 28.4.1863 Wien, † 11.8.1940 Baden/NÖ [begr. 7.10.1940 Wien]. Harfenist und Komponist. War 1869–82 Schüler des Konservatoriums der GdM, wo er bei seinem Vater Harfe sowie weiters Violine, Klavier, Kontrapunkt und Harmonielehre (A. Bruckner, R. Fuchs) studierte. Eine Studienreise führte ihn dann nach Itallien, Ägypten und in die Türkei. 1892–94 war er Mitglied des Hofopernorchesters, 1884–87 Supplent und 1887–1919 ordentlicher Lehrer bzw. Prof. am Konservatorium der GdM (MAkad.).


Ehrungen
Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens.
Werke
Opern (Die Welfenbraut 1894, Der Goldschmied von Toledo 1919 [gem. m. J. Stern nach Melodien von J. Offenbach]), Operetten (Die Kg.in v. Aragon 1883, Der Herr Abbé 1889, Die Debütantin 1901); Kammermusik (v. a. mit Hf.), Lieder.
Schriften
Meine Erlebnisse mit Anton Bruckner u. anderen Größen der Tonkunst (Ms., veröff. in BrucknerJb 1991/92/93).
Literatur
Eisenberg 1893; Riemann 1929; NGroveD 27 (2001); Kosel 1902; F. Scheder, Anton Bruckner Chronologie. Registerbd. 1996; F. Planer (Hg.), Das Jb. der Wr. Ges. 1929; Müller-Asow 1929; F-A 1936 u. 2 (1978); Wurzbach 59 (1890); NFP 13.11.1901; Wr. Ztg. 14.11.1901; Stieger II/3 (1978); H. u. K. Blaukopf, Die Wr. Philharmoniker 1986 [Foto Ant. Z.]; [Fs.] Wr. Philharmoniker 1842–1942, 1942, 122; R. v. Perger/R. Hirschfeld, Gesch. der K. k. GdM 1912, 326 u. 335; WStLA (TBP 1901, 1916 [zu J. Z., nicht enthalten]; Meldearchiv); Trauungsbuch 1852–59 der Pfarre St. Karl (Wien IV), fol. 59; Taufbuch 1850–58 der Pfarre St. Augustin (Wien I), fol. 86; Taufbuch 1853–55 der Pfarre St. Josef ob der Laimgrube (Wien VI), fol. 156; Trauungsbuch 1891–97 der Pfarre St. Karl, fol. 109; eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums, Grabauskunft MA 43).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Zamara, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 28/05/2018]