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Arleth, Arleth, true Emmerich
* 1900-08-1414.8.1900 Wien, † 1965-11-1111.11.1965 Wien. Schauspieler und Sänger. Aufgewachsen in Hernals (Wien XIV), wurde er schon als Kind mit dem Gesang von Volkssängern vertraut und sang im Alter von sieben Jahren erstmals öffentlich G. Picks Fiakerlied. Auftritte in Kindermärchen an der Volksoper Wien folgten. Während des Ersten Weltkriegs Auftritte in diversene Fronttheatern und bei Wohltätigkeitsveranstaltungen, danach Ausbildung an der Schauspielschule Otto (Gesang und Sprechtechnik). Nach einer Tournee durch die Schweiz ging er als Vortragskünstler und Humorist ans Kabarett. Trat als Komiker ab 1928 auch in Rundfunksendungen, später auch an Wiener Bühnen auf (Stadttheater, Schauspielhaus, 1939–41 Revuebühne Femina, wo er auch als Regisseur wirkte, seit 1953 Raimundtheater; zuletzt auch in Bad Ischl. Ab 1947 Mitwirkung in mehreren Filmen (u. a. Wienerinnen 1952, Praterherzen 1953, Der Komödiant von Wien 1954). A. widmete sich als Interpret erfolgreich dem Wiener Genre, besonders dem Wienerlied. 1934–38 und ab 1945 Präsident der Sektion Artisten in der Gewerkschaft für Kunst und freie Berufe. 1959 Gründer des Sozialwerkes für österreichische Artisten (Interessenvertretungen).
Gedenkstätten
Gedenktafel Wohnhaus Hebragasse 1 (Wien IX); Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof.
Ehrungen
Großes goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik 1960; Ehren-Präsident des Wiener Liedes.
Schriften
Mein Lebensziel in Tonfilm Theater Tanz 4/2 (1936), 13; Alfred Steinberg-Frank in Das Josefstädter Heimatmuseum 18 (1964).
Literatur
E. Arleth (jun.) in Neue Illustrierte Wochenschau 16.8.1970; Czeike 1 (1992); Tonfilm Theater Tanz 4/2 (1936), 13; eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at; www.imdb.com).

Autor(en)
Uwe Harten
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten/Monika Kornberger, Art. „Arleth, Emmerich‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 20.8.2020]