
Brendel,
Alfred
* 5.1.1931 Wiesenberg (Loučná nad Desnou/CZ),
† 16./17.6.2025
Pianist.
Klavierunterricht in Agram (S. Deželić), Graz (Ludovika v. Kaan; Kompositions-Unterricht bei A. Michl), Basel/CH (Paul Baumgartner), Salzburg (E. Steuermann) und Luzern/CH (Edwin Fischer), Debüt 1948 in Graz. Seit 1949 internationale Karriere mit zahlreichen Konzertreisen und Platten-Aufnahmen. Auftritte mit den wichtigsten Orchestern und Dirigenten in aller Welt. 1960–70 zusammen mit P. Badura-Skoda und J. Demus Leiter von Meisterkursen bei den Wiener Festwochen. Lebte seit 1972 in London. B.s Repertoire umfasste Klavierliteratur von J. S. Bach bis A. Schönberg, Schwerpunkte waren W. A. Mozart, L. v. Beethoven, Fr. Schubert und F. Liszt. Sein Spiel war geprägt von virtuosem Glanz gepaart mit intellektueller Reflexion. Als Liedbegleiter arbeitete er u. a. mit E. Schwarzkopf, D. Fischer-Dieskau und Matthias Goerne. Ende 2008 beendete er seine Karriere als Pianist. Danach beschäftigte sich B. mit Essays zu musikalischen Themen und schrieb fünf Sammlungen skurril-grotesker Gedichte.
Ehrungen
Concorso Busoni, Bozen 1949; Joseph-Marx-Musikpreis des Landes Steiermark 1980; Ehrenmitglied der MHsch. Graz 1981; Beethoven-Ring 2001; Ernst-von-Siemens Musikpreis 2004; Karajan-Musikpreis 2008; 9-facher Dr. h.c.; Sir (Knight Commander of the Most Excellent Order of the British Empire [KBE]) 1989; Mitglied des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste 1991; Ehrenring der Stadt Graz 2007; Herbert-von-Karajan-Musikpreis 2008; Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien 2010.
Concorso Busoni, Bozen 1949; Joseph-Marx-Musikpreis des Landes Steiermark 1980; Ehrenmitglied der MHsch. Graz 1981; Beethoven-Ring 2001; Ernst-von-Siemens Musikpreis 2004; Karajan-Musikpreis 2008; 9-facher Dr. h.c.; Sir (Knight Commander of the Most Excellent Order of the British Empire [KBE]) 1989; Mitglied des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste 1991; Ehrenring der Stadt Graz 2007; Herbert-von-Karajan-Musikpreis 2008; Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien 2010.
Schriften
Musical Thoughts and Afterthoughts 1976 (dt.: Nachdenken über Musik 1977, 81996); Music Sounded out 1990 (dt. verändert: Musik beim Wort genommen 1992); Ausgerechnet ich 2001; Aufsätze über Interpretation; Essays über Komponisten; Sammlungen eigener Gedichte und Aperçus.
Musical Thoughts and Afterthoughts 1976 (dt.: Nachdenken über Musik 1977, 81996); Music Sounded out 1990 (dt. verändert: Musik beim Wort genommen 1992); Ausgerechnet ich 2001; Aufsätze über Interpretation; Essays über Komponisten; Sammlungen eigener Gedichte und Aperçus.
Literatur
NGroveD 4 (2001); MGG 3 (2000); http://musikerforum.de (3/2001); LdM 2000; MGÖ 3 (1995); SchubertL 1997; Der Standard 15./16.5.2004, 16.11.2007 u. 12./13.4.2008; www.wikipedia.org (6/2025); www.alfredbrendel.com (6/2025); https://oe1.orf.at (6/2025).
NGroveD 4 (2001); MGG 3 (2000); http://musikerforum.de (3/2001); LdM 2000; MGÖ 3 (1995); SchubertL 1997; Der Standard 15./16.5.2004, 16.11.2007 u. 12./13.4.2008; www.wikipedia.org (6/2025); www.alfredbrendel.com (6/2025); https://oe1.orf.at (6/2025).
Autor*innen
Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
20.6.2025
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten,
Art. „Brendel, Alfred“,
in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung:
20.6.2025, abgerufen am ),
https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f94b
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