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Carey, Carey, true Gustave
* --1818 (1819?) Stockholm, † 1881-10-1616.10.1881 Kopenhagen. Tänzer, Ballettmeister und Lehrer. Einer Tänzerfamilie entstammend, studierte er v. a. bei seinem Vater Isidore C. Engagements als 1. Solotänzer u. a. in Wien (1827/28, 1838–45, 1850–54), am Théâtre de la Porte Saint-Martin in Paris (1835), in Mailand (1846/47, 1854/55), im gesamten italienischen Raum sowie in Kopenhagen (1854, 1861–63, 1868). C. studierte Erfolgsballette anderer Choreographen ein, betreute u. a. in Paris die UA von J. Offenbachs Le Roi Carotte (1872). Unterrichtete in Kopenhagen, wo u. a. 1878/79 Hans Beck bei ihm studierte. Als führender Danseur noble der ausgehenden Romantik war C. gesuchter Partner aller großen Ballerinen der Hoch- und Spätromantik (u. a. M. Taglioni, F. Elßler, deren Partner er in ihrer Wiener Abschiedssaison 1851 war, F. Cerrito, C. Grisi, Augusta Maywood, Carolina Rosati, Adèle Dumilâtre, Hermine Blangy und K. Lanner). Er tanzte alle maßgeblichen Partien seines Faches, der Gewohnheit der Zeit entsprechend beschränkte sich sein Abendauftritt jedoch oft auf einen Pas de deux, der sowohl in Ballette wie in Opern eingelegt wurde.
Literatur
Raab 1994.

Autor(en)
Gunhild Oberzaucher-Schüller
Empfohlene Zitierweise
Gunhild Oberzaucher-Schüller, Art. „Carey, Gustave‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 18/02/2002]