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Cesti,Cesti,true Pietro Antonio OFM
* 1623-08-055.8.1623 Arezzo/I, † 1669-10-1414.10.1669 Florenz/I. Sänger und Komponist. Sang Tenor- und später auch Bassrollen und war seit 1651 als Opernkomponist berühmt. Für den Großteil seiner schöpferischen Lebenszeit stand er im Dienst der Habsburgerhöfe von Innsbruck und Wien: Im Dezember 1652 wurde er Innsbrucker Kammerkapellmeister von Erzherzog Ferdinand Karl und führte dort seit Jänner 1654 bis zu acht Opern auf, die z. T. mit größtem Erfolg in Italien nachgespielt wurden. 1659–61 war er beurlaubt und wurde in die päpstliche Kapelle aufgenommen. 1666 stellte ihn Kaiser Leopold I. als „intendente delle musiche teatrali“ und Ehrenkaplan in Wien an, wo weitere vier seiner Opern produziert wurden, darunter die zur ersten Hochzeit des Kaisers bestellte Il Pomo d’Oro (Juli 1668). Drei Monate danach wurde er zum Hofkapellmeister des Großhzg.s der Toskana ernannt, wo er im folgenden Jahr starb.
Gedenkstätten
Gedenktafel in Innsbruck am Haus Pfarrgasse 5, ein Geschenk von Erzherzog Ferdinand Karl (s. Abb.).
Werke
(für Innsbruck und Wien) La Cleopatra 1654, L’Argia 1655, Marte placato (?) 1655, Orontea 1656, La Dori 1657, Venere Caccatrice (?) 1659, La Magnanimità d’Alessandro 1662, Nettuno e Flora festeggianti 1666, Le Disgrazie d’Amore 1667, La Semirami 1667, Il Pomo d’Oro 1668. – NA: Orontea, ed. W. Holmes 1973, Il Pomo d’Oro, hg. v. G. Adler DTÖ 6,9 (1896/97), ergänzt von C. B. Schmidt in Recent Researches in the Music of the Baroque Era 42 (1982).
Literatur
MGG 4 (2000) (mit WV); R. Giazotto in Nuova rivista musicale italiana 3 (1969); Th. Antonicek in Nuova rivista musicale italiana 4 (1970); E. Rosand, Opera in Seventeenth-Century Venice 1991; H. Seifert in A. Colzani et al. (Hg.), Il teatro musicale italiano nel Sacro Romano Impero nei secoli XVII e XVIII, 1999.

Autor(en)
Herbert Seifert
Empfohlene Zitierweise
Herbert Seifert, Art. „Cesti, Pietro Antonio OFM‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 18.2.2002]

MEDIEN
Gedenktafel am Haus in Innsbruck, Pfarrgasse 5© Hermann Zwanzger
© Hermann Zwanzger
Cestis Haus in Innsbruck, Pfarrgasse 5© Hermann Zwanzger
© Hermann Zwanzger

GND
Weiterführende Literatur (OBV)
GND
Cesti,
Weiterführende Literatur (OBV)

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