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Collin, Collin, Heinrich Joseph Brüder
Heinrich Joseph (seit 1803 von): * 1771 -12-2626.12.1771 Wien, † 1811 -07-2828.7.1811 Wien. Dichter, Publizist. Nach Jusstudium Anstellung bei der Hoffinanz; wegen seiner patriotischen Landwehrlieder (1809 im Burgtheater gesungen; M: J. Weigl) von den Franzosen verfolgt; Mitglied der von G. v. Swieten angeregten Gesellschaft der Kavaliere, die 1807 die Leitung der Hoftheater übernahm (erste Aufführung im Burgtheater: C.s Bianca); L. v. Beethoven komponierte zu C.s Drama 1807 die Coriolan-Ouvertüre. 1809 begann C., der auf eine Vertonung durch Beethoven hoffte, den Text zum Oratorium Die Befreiung von Jerusalem, den letztlich sein Bruder vollendete und der von Max. Stadler vertont wurde (UA 1813).
Gedenkstätten
Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof.


Matthäus Karl (seit 1803 Edler von): * 3.3.1779 Wien, † 23.11.1824 Penzing (Wien XIV). Lyriker und Dramatiker. Studierte ab 1799 Philosophie, Geschichte und Rechtswissenschaft, 1808 Prof. für Ästhetik und Geschichte der Philosophie in Krakau, 1811 ao. Prof. der Geschichte an der Univ. Wien; 1814 Redakteur der Allgemeinen Literatur-Zeitung; 1815 Hofkonzipist im Finanzdepartement; ab 1815 Erzieher des Herzogs von Reichstadt; gründete 1818 die Jahrbücher der Literatur; veranstaltete in seiner Wiener Wohnung frühe „Schubertiaden“, die Fr. Schubert in einen größeren gesellschaftlichen Kreis einführten. Schubert vertonte mehrere Texte von ihm. C. gilt als Wegbereiter der Romantik in Wien.


Literatur
Czeike 1 (1992); MGÖ 2 (1995); SchubertL 1997; P. Csendes (Hg.), Österreich 1790–1848, 1987; Th. Antonicek in Beethoven-Studien 1970; H. Seidler in H. Zeman, Die österreichische Literatur 1979.

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Collin, Brüder‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 18/02/2002]