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Dickenson-Auner, Dickenson-Auner, true Mary
* 1880-10-2424.10.1880 Dublin, 1965-05-2525.5.1965 Wien. Geigerin, Komponistin. Nach dem Tod des Vaters 1883 übersiedelte die Familie nach Wiesbaden/D, wo D.-A. ersten Geigenunterricht erhielt; 1888 Übersiedlung nach Düsseldorf/D. 1897–99 studierte sie bei Guido Papini in Irland, ab 1899 an der Royal Academy of Music in London bei Emile Sauret, dann bei O. Ševčík in Prag, unter dessen Leitung sie auch konzertierte. 1905–13 absolvierte sie Konzertreisen, lebte zunächst in Berlin, ab 1909 in Wien, dann in Siebenbürgen und den Niederlanden, ab 1920 wieder in Wien. Im Rahmen der Schulreformen Otto Glöckels richtete D.-A. ab 1927 „Hörstunden“ für Grundschüler ein, die den Kindern das bewusste Erleben des Hörens vermitteln sollten. Sie fand Unterstützung beim Österreichischen Musikpädagogischen Verband und bei der Österreichischen Gesellschaft zur Förderung der Haus- und Schulmusik. Nach Beendigung dieser Tätigkeit 1939 zog sie sich in die innere Emigration zurück. Zentrum ihres Lebens bildete der 1950–65 bestehende „Musikalische Kreis“, der auch zeitgenössische Werke aufführte. In ihren Kompositionen, die sie zunächst unter dem Pseudonym Frank Donnell veröffentlichte, verarbeitete sie die Themenkreise der theosophischen Lehre und des keltischen Irland. Zahlreiche Werke erlebten in Wien ihre UA und wurden bei der RAVAG produziert.
Werke
Opern (Maureen, The Shadowy Waters, Die sieben Raben), Symphonien (Irish Symphony, Symphonie für Streichorchester), Chorwerke und Oratorien, zahlreiche Kammermusikwerke und Lieder.
Literatur
MGG 5 (2001); M. Engelhardt-Krajanek in K. Dreyfus et al. (Hg.), Die Geige war ihr Leben 2000; M. Engelhardt-Krajanek, M. D.-A. Leben und Werk, Diss. Wuppertal 1996.

Autor(en)
Andrea Harrandt
Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Dickenson-Auner, Mary‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]