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Dorian, Dorian, true Frederick (bis 1936 Friedrich Deutsch)
* 1902 -07-011.7.1902 Wien, 1991 -01-2424.1.1991 Pittsburgh?/USA. Musikwissenschaftler, -kritiker und Dirigent. 1920–25 Studium an der Wiener Univ. bei G. Adler (Dr. phil.), an der Wiener MAkad., am Wiener A. Schönberg-Seminar sowie privat Theorie und Dirigieren bei A. v. Webern und Klavier bei E. Steuermann. 1929–33 war D. Musikkritiker bei der Berliner Morgenpost und Dirigent des Chores Groß Berlin, emigrierte 1934 nach Frankreich (Exil), wo er als Korrespondent für die Frankfurter Zeitung arbeitete; war 1935–36 in Wien Musikkritiker des Neuen Wiener Journals. Im September 1936 endgültige Emigration in die USA, wo er Mitglied der Carnegie-Mellon Univ. in Pittsburgh wurde (1936 Ass.-Prof., 1947 Prof., 1971 Emeritierung, 1973 Andrew Mellon Lecturer, Gründer des Opera Department). 18 Jahre lang war D. auch Dirigent der Orchester- und Chorkonzerte dieser Univ. 1977 Gastprofessur in Jerusalem, später auch in Philadelphia. Sein Bruder war M. Deutsch.
Schriften
u. a. Die Fugenarbeit in den Werken Beethovens, Diss. Wien 1927; The History of Music in Performance 1942, 21966, 31981; The Musical Workshop 1947, 21971; Commitment to Culture 1964.
Literatur
Orpheus im Exil 1995; MaÖ 1997; [Kat.] Die Vertreibung des Geistigen aus Öst. 1985; NGroveD 5 (1980); Riemann 1959, 1972; Kürschner 1954.

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Dorian, Frederick (bis 1936 Friedrich Deutsch)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 18/02/2002]