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Enzensperger Enzensperger Bernhard Laurenz: (Enzensberger), Familie
Bernhard Laurenz: * 1788-05-2222.5.1788 Füssen/D, † 1866-12-1717.12.1866 Wien. Geigenbauer. Ausbildung in Wien in den Werkstätten von M. Thir (um 1805) und J. Stauffer (um 1811). Eröffnete 1816 seine eigene Werkstatt, am 23.6.1820 legte er den Bürgereid ab. 1816–65 selbständige Gewerbsausübung, zuletzt in der Wiedner Hauptstraße 20 (Wien IV). Erwarb 1831 ein Privilegium auf die von ihm erfundene „Akustik-Gitarre“. E. baute nicht nur Geigen, sondern auch Zithern. In zweiter Ehe seit 5.2.1828 verheiratet mit Barbara, verwitwete Schilcher, geb. Frauhofer (get. 1.8.1793 Leopoldstadt [Wien II], † vor 1848 [Ort?]). Nach deren Tod seit 8.3.1848 verheiratet mit Theresia Katzenschlager (* 23.8.1793 Großschönau/NÖ, † 4.10.1864 Wieden [Wien IV]).
Ehrungen
Ehrenvolle Erwähnung anlässlich der Gewerbeausstellung 1845.


Sein Sohn

Bernhard Joseph Anton: * 19.1.1829 Wien, † 2.5.1896 Wien. Geigenbauer. Ausbildung bei seinem Vater sowie auf Wanderjahren in München, Leipzig/D, Straßburg (Strasbourg/F), Paris (nach 1849) und 1854–56 bei Ludwig Bausch, Leipzig. Übernahm 1865 die Werkstatt seines Vaters in der Wiedner Hauptstraße. Ab spätestens 1894 führte er auch ein Geschäft in der Mozartgasse 7 (Wien IV). Seit 13.4.1865 verheiratet mit der Wundarzttochter Maria Barbara Grünberger (* 15.5.1835 Brunn am Gebirge/NÖ, † 12.4.1892 Wien).

Dessen Sohn

Victor Josef: * 19.5.1867 Wien, † 23.2.1918 Wien. Geigenbauer. Strebte ursprünglich eine Karriere als Geiger an und studierte 1881/82 am Konservatorium der GdM (Vorbildung 1). Betätigte sich auch kompositorisch, 1891/92 erschienen einige seiner Werke bei Rörich in Wien im Druck. Ausbildung zum Geigenbauer bei seinem Vater, dessen Geschäft in der Mozartgasse 7 er nach dessen Tod 1896 übernahm. Befasste sich v. a. mit Instrumentenhandel und Reparaturen von Geigen. Sein Geschäft übernahm nach seinem Tod F. Taborsky. Einrichtung und Inventar der Werkstatt der Geigenbaufamilie E. befinden sich seit 1930 im Technischen Museum, Wien.


Werke
Six petites Pièces (très faciles) für V. u. Kl.; Mizi-Walzer, op. 20.
Literatur
Lütgendorff 1922; Prochart 1979; A. Layer, Die Allgäuer Lauten- und Geigenmacher 1978, 122; Hopfner 1999; Prager Ztg. 29.1.1832, [6]; Gazeta Lwowska 23.6.1832, 1062; Wr. Ztg. 12.7.1845, 1489; Fremden-Bl. 22.2.1851, [6]; Das Vaterland 22.10.1862, [3], 4.11.1862, [2]; Taufbuch der Pfarre Landstraße-St. Rochus (Wien III) 1828–29, fol. 21; Trauungsbuch der Pfarre St. Stephan (Wien I) 1827–30, fol. 201; Trauungsbuch der Pfarre Wieden (Wien IV) 1847–50, fol. 89; Taufbuch der Pfarre Wieden 1867–68, fol. 53; Taufbuch der Pfarre Brunn am Gebirge 1829–40, fol. 71; Trauungsbuch der Pfarre Brunn am Gebirge 1843–74, fol. 146; Taufbuch der Pfarre St. Johann Nepomuk (Wien II) 1786–96, fol. 148; eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at; Lehmanns Adressbücher).

Autor(en)
Monika Kornberger
Eberhard Moosleitner
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger/Eberhard Moosleitner, Art. „Enzensperger (Enzensberger), Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 20/10/2020]

MEDIEN
Neues Wr. Journal 24.4.1897, 12
Neues Wr. Journal 24.4.1897, 12

GND
Enzensperger Bernhard Laurenz
Weiterführende Literatur (OBV)
GND
Enzensperger Bernhard Joseph Anton
Weiterführende Literatur (OBV)
GND
Enzensperger Victor
Weiterführende Literatur (OBV)

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