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Ernst, Ernst, true Heinrich Wilhelm
* 1814 -05-066.5.1814 Brünn (Brno), 1865-10-088.10.1865 Nizza/F. Geiger und Komponist. Nach einem ersten öffentlichen Auftreten im Alter von 9 Jahren begann E. ab 1825 am Wiener Konservatorium der GdM ein Musikstudium bei Joseph Böhm, J. Mayseder und I. Seyfried. Unter dem Einfluss von N. Paganini folgte E. ab 1829 diesem auf seinen Konzertreisen (1831–33 Unterbrechung für ein weiterführendes Violin-Studium in Paris) und spielte Paganinis Stücke nach dem Gehör mit großem Erfolg nach. E. erreichte als einer der wenigen Paganini-Nachahmer dessen Virtuosität und technische Perfektion und wurde dadurch zum Vorbild für die nächste Geiger-Generation (z. B. J. Joachim). E.s Sohn Alfred (1860–98) trat als Musikschriftsteller in Frankreich tatkräftig für das Werk von Hector Berlioz und Rich. Wagner ein (Übersetzung des Ring des Nibelungen in französische Sprache).
Werke
Orchesterwerke, Konzerte, Variationen, Klaviermusik, Werke für V. solo.
Literatur
NGroveD 8 (2001); F. Elun, The life and works of H. W. E. (1814–1865), Diss. Ithaca/NY 1993; A. Heller, H. W. E. im Urtheile seiner Zeitgenossen 1903; MGG 16 (1979); LdM 2000; ÖBL 1 (1957); A. Ehrlich (Hg.), Berühmte Geiger der Vergangenheit und Gegenwart 1893; Wurzbach 4 (1858).

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Ernst, Heinrich Wilhelm‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 18.2.2002]
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

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