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Fischer (Fisher),Fischer (Fisher),true Alexander
* 1944-12-077.12.1944 Khabarovsk/RUS. Trompeter, Musikpädagoge. Er erhielt zunächst Klavierunterricht in Chabarowsk (1951–58) und wechselte erst später zur Trompetenausbildung (1960–62). 1967 startete er seine Jazzkarriere als Mitglied des Jazzquintets Chabarows, mit dem er beim Moskauer Jazzfest 1968 den 1. Preis gewann. 1968–73 absolvierte er ein Studium in klassischer Trompete am Moskauer Gnessin Institut bei Timofej Dokschizer, das er mit Auszeichnung als Musikpädagoge, Orchestersolist und Kammermusiker beendete. Im Nebenfach belegte er Kompositionsunterricht bei Aram Katchaturian und Genrich Litinskij. 1976–82 Solist im Oleg Lundstrem Orchester, mit dem er Tourneen in der Sowjetunion unternahm und bei Jazzfestivals auftrat. Daneben war er bis 1988 auch Mitglied im Allegro Ensemble von Nikolai Lewinowski. Ab 1988 Leitung der Trompetenklasse an der Abteilung für Unterhaltungsmusik und Jazz am Gnessin Institut, 1988–91 häufige Auftritte im Duo mit Daniel Kramer und ausgedehnte Tourneen in Australien, Europa, Afrika und Lateinamerika. In dieser Zeit wurde F. mehrmals von der sowjetischen Fachpresse zum besten Jazztrompeter gekürt. 1991–93 unterrichtete er bei den internationalen Sommerkursen des Musikforums in Viktring. Seit 1993 lebt F. in Wien (österreichische Staatsbürgerschaft 1998), wo er auch Anschluss zur österreichischen Jazzszene fand und am Konservatorium der Stadt Wien unterrichtet. Er spielt u. a. in den Ensembles Together, Joe&Co, Another Dixie Band und mit Musikern wie H. Gradischnig, Th. Kugi, M. Reiter, Michael Kneihs, U. Soyka und H. von Kalnein. F. zeichnet sich nicht nur als hervorragender und stilistisch vielseitiger Solist mit einer großartigen Technik und einem lyrischen Ton aus, er ist auch ein vielseitiger Komponist.
Ehrungen
Bester Jazztrompeter der Sowjetunion 1988, 1989, 1990 (Fachpresse).
Werke
Alben: Hi, Pite! 1991 (mit D. Kramer), Sentimental Story 1999, Three Question Marks 2005, Childhood Samba 2007 (mit M. Kneihs, U. Soyka), Half the Girls in France 2009.
Literatur
E. Wenger in Jazz Live 117 (1997); https://db.musicaustria.at (10/2020); https://de.wikipedia.org (10/2020); pers. Mitt. A. F. (10/2020).
Autor*innen
Emanuel Wenger
Letzte inhaltliche Änderung
9.4.2021
Empfohlene Zitierweise
Emanuel Wenger, Art. „Fischer (Fisher), Alexander‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 9.4.2021, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x003c5a09
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.


DOI
10.1553/0x003c5a09
GND
Fischer (Fisher),Alexander: 123284182X
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