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Fleischmann, Fleischmann, true P. Virgil OSB (Joseph Anton)
* 1783 -06-1313.6.1783 Braunau am Inn/OÖ, 1863 -05-1414.5.1863 Stift Göttweig/NÖ. Komponist. Ausgebildet durch M. Haydn in Salzburg, wo F. das Lyzeum der Benediktiner und die Univ. besuchte. Am 28.10.1804 Eintritt in das Benediktinerstift Göttweig (1808 Primiz). Nach Tätigkeit in verschiedenen Pfarren kam er 1811 wieder in das Stift zurück und brachte als Regens chori das nach den josephinischen Reformen (Joseph II.) reduzierte Musikleben des Stiftes wieder in Schwung; F. erweiterte das Repertoire um die Werke der Wiener Klassik (J. und M. HaydnW. A. Mozart). 1821 ging F. wieder in den Pfarrdienst und kehrte erst 1858 nach Göttweig zurück. Seine eigenen Werke entsprechen dem spätklassischen Stil Salzburger bzw. Wiener Prägung, sehr häufig unter Anwendung von Parodietechnik. F.s Werke waren ausschließlich für den Gebrauch im Stift bestimmt und erfuhren keine weitere Verbreitung; F. verfasste 1815 den ältesten der erhaltenen Göttweiger Musikalienkataloge (nicht zu verwechseln mit jenem bekannten von P. Heinrich Wondratsch von 1830).
Werke
ausschließlich Kirchenmusik (3 Messen, Requiem, 3 Vespern, Graduale, Motetten, 12 Hymnen) [WV bei Riedel].
Literatur
MGG 16 (1979); Erhart 1998; F. W. Riedel in KmJb 50 (1966); F. W. Riedel, Der Göttweiger Thematische Katalog von 1830, 2 (1979).

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Fleischmann, P. Virgil OSB (Joseph Anton)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 05/12/2001]


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