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Frank,Frank,true Franz
* 1855-09-2727.9.1855 Katharein/Österreichisch-Schlesien (Opava-Kateřinky/CZ), † 1922-10-1818.10.1922 Wien. Flötist und Funktionär. Sohn eines Schneidermeisters, Schüler von Kaspar Prochaska in Troppau. Spielte zunächst unter Johann Philipp in Kurkapellen in Johannisbrunn (Jánské Koupele ve Slezsku/CZ; 1870 und 1871) und Nieder Goczalkowitz (Goczałkowice-Zdrój/PL; 1872 und 1873) sowie in den Wintersaisonen 1872/73 (unter J. F. Hummel) und 1873/74 als Violinist und Flötist im Orchester des Stadttheaters Troppau. 1874–77 Militärdienst bei der Militärmusik des IR.s Nr. 44 in Wien, wo er ab 1.10.1877 (Nachfolge R. Kukulas) bis 1908 dem Orchester des Theaters an der Wien angehörte. Im Sommer 1878 Kurmusiker in Bad Pirawarth/NÖ, ab 1879 im Sommer regelmäßig in (Bad) Vöslau/NÖ tätig. Ab 1884 für 13 Jahre Funktionär im Wiener Musikerbund, 1895 Teilnehmer am 1. Österreichischen Musikertag und in weiterer Folge Funktionär des Oesterreichisch-Ungarischen Musikerverbands, den er mitbegründete; 1896–99 Vizepräsident (an der Seite des Gründungspräsidenten J. Mörth) sowie 1899–1918 Präsident. Ab 1911 ständig beeideter Musiksachverständiger des Wiener Landesgerichts. Weiters Vorsitzender der Kommission zur Schaffung von Musikerkammern und Bundesrat des Österreichischen Musik- und Sangesbundes; Verdienste um die Internationale Musikerkonföderation. F. starb im Theater an der Wien, kurz vor Beginn einer Vorstellung. Nachrufen zufolge soll er mit C. Millöcker befreundet und für diesen als Kopist tätig gewesen sein, in seiner Autobiographie erwähnt F. das jedoch nicht.
Ehrungen
Bürgerrecht von Wien 1909; Ehrenpräsident des Oesterr. Musikververbandes 1918.
Literatur
Oesterr. Musiker-Ztg. 6.3.1920, 21f, 3.4.1920, 30–33, 8.5.1920, 44, 5.6.1920, 53f, 10.7.1920, 64f [Autobiographie]; F. Trümpi, Musik als Arbeit 2024; Die Lyra 1.5.1895, 5; Illustrirtes Wr. Extrabl. 3.10.1902, Abend-Ausg., 3, 20.10.1922, 5; Deutschösterr. Tages-Ztg. 22.3.1922, 7, 21.10.1922, 5; Reichspost 20.10.1922, 5; Neues Wr. Journal 20.10.1922, 2, 5.10.1922, 6; Taufbuch 1840–74 der Pfarre Kateřinky, fol. 95r; Sterbebuch 1922–23 der Pfarre Gumpendorf (Wien VI), fol. 71.

Autor*innen
FT
ChF
Letzte inhaltliche Änderung
5.9.2024
Empfohlene Zitierweise
FT/ChF, Art. „Frank, Franz“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 5.9.2024, abgerufen am ), https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_F/Frank_Franz.xml
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.


GND
Frank,Franz: 1363997564
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