
Geissler
(Geißler), Maximilian
* 22.4.1878 Füllstein/(Österreichisch-)Schlesien (Bohušov/CZ),
† 13.1.1933 Wien.
Harfenist und Regimentstambour.
Der Sohn eines Schankpächters erhielt seine musikalische Ausbildung als Musikeleve bei der Militärmusik des IR Nr. 13 „Jung-Starhemberg“, bei dem er 1895–1901 seine Armeekarriere als Musiker begann; 1899/1900 beurlaubt aus gesundheitlichen Gründen. 1901/02 beim bosnisch-herzegowinischen IR Nr. 3, danach neuerlich beim IR Nr. 13, ab 1904 beim IR Nr. 72, 1906 kurzzeitig beim IR Nr. 32 und ab 1906 beim IR Nr. 4 Hoch- und Deutschmeister unter W. Wacek; 1910 machte er die große Südamerika-Reise mit und war Regimentstambour der Ersatzkapelle im Ersten Weltkrieg („Philharmoniker in Uniform“, s. Abb.). G. bekleidete bis zum Kriegsende 1918 bei der Kapelle des Ersatzbataillons die Stelle des Regimentstambours. 1918 in die Volkswehr übernommen, am 11.12.1920 im Rang eines Feldwebels entlassen. Nach Kriegsende zahlreiche Auftritte als Musiker im Orchester von W. Wacek und in der 1928 unter Wacek neuaufgestellten offiziellen Traditionsmusik der Hoch- und Deutschmeister, leitete aber schon ab 1920 Auftritte einer ehemaligen Deutschmeisterkapelle (hauptsächlich Streichorchester, auch Blasorchester). Wahrscheinlich Stellvertreter Waceks und auch Leiter bei Tonaufnahmen. Regelmäßige Radiokonzerte. Ab 1925 Kooperation mit B. Silving mit der Wiener Radio Künstler-Kapelle, 1927 1000. Dirigat im 3. Kaffeehaus im Wiener Prater. Langjähriges Mitglied des Deutschmeisterbundes und Musiziertätigkeit bei Gedenkmessen. Leitete noch 1932 beim Frühlingsfest des Deutschmeisterbundes im Prater die Deutschmeisterkapelle gemeinsam mit J. Herrmann. Letzte Auftritte des Orchesters Max Geissler 1933 unter J. L. Giugno. Seit 24.11.1915 verheiratet mit Elisabeth Schwarz, am 27.3.1916 Geburt von Sohn Siegfried Karl.
Ehrungen
Jubiläums-Erinnerungsmedaille 1898; Militär-Jubiläumskreuz 1908; Militärdienstzeichen II. Klasse 1910.
Jubiläums-Erinnerungsmedaille 1898; Militär-Jubiläumskreuz 1908; Militärdienstzeichen II. Klasse 1910.
Literatur
R. Sulz, Hoch- und Deutschmeisterkapelle(n) von 1918 bis 1945, Dipl.arb. Wien 2018; Wr. Bilder 17.12.1916, 11; Oesterr. Wehrztg. 14.1.1920, 4; Die Stunde 10.9.1925, 4; Reichspost 9.3.1926, 5, 13.3.1930, 12; Deutschmeister-Ztg. Nr. 12/1927, 6, Nr. 2/1932, 5, Nr. 2/1933, 5; Salzburger Volksbl. 28/29.3.1931, 16; NFP 1.1.1933, 27; Der Montag 6.2.1933, 6; Die Bühne Nr. 225/1929, 36; Taufbuch 1840–90 der Pfarre Bohušov, pag. 335; Taufbuch 1916 der Pfarre St. Anton von Padua (Wien X), fol. 186; Sterbebuch-Duplikat 1933 des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder (Wien II), fol. 14; ÖStA (Kriegsarchiv, Grundbuchblatt [AT-OeStA/KA Pers GB OuM KrL Wien 1878 682 Geissler, Maximilian]); Mitt. Roland u. Andreas G.
R. Sulz, Hoch- und Deutschmeisterkapelle(n) von 1918 bis 1945, Dipl.arb. Wien 2018; Wr. Bilder 17.12.1916, 11; Oesterr. Wehrztg. 14.1.1920, 4; Die Stunde 10.9.1925, 4; Reichspost 9.3.1926, 5, 13.3.1930, 12; Deutschmeister-Ztg. Nr. 12/1927, 6, Nr. 2/1932, 5, Nr. 2/1933, 5; Salzburger Volksbl. 28/29.3.1931, 16; NFP 1.1.1933, 27; Der Montag 6.2.1933, 6; Die Bühne Nr. 225/1929, 36; Taufbuch 1840–90 der Pfarre Bohušov, pag. 335; Taufbuch 1916 der Pfarre St. Anton von Padua (Wien X), fol. 186; Sterbebuch-Duplikat 1933 des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder (Wien II), fol. 14; ÖStA (Kriegsarchiv, Grundbuchblatt [AT-OeStA/KA Pers GB OuM KrL Wien 1878 682 Geissler, Maximilian]); Mitt. Roland u. Andreas G.
Autor*innen
Raimund Sulz
Letzte inhaltliche Änderung
10.4.2025
Empfohlene Zitierweise
Raimund Sulz,
Art. „Geissler (Geißler), Maximilian“,
in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung:
10.4.2025, abgerufen am ),
https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_G/Geissler_Maximilian.xml
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