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Greiner, Greiner, true Franz Sales von
* 1730 -02-022.2.1730 (Ort?), 1798 -06-022.6.1798 (Ort?). Beamter, Dilettant (Sänger). Sohn von Franz Joseph, einem kaiserlichen Beamten. Jusstudium, ab 1752 Beamter der böhmischen Hofkanzlei. 1766 heiratete er Charlotte Hieronymus (1739–1815), die seit 1762 Kammerdienerin von Kaiserin Maria Theresia war. 1771 wurde G. in den Ritterstand erhoben, 1773 wurde er Hofrat und Geheimer Referent der Hofkanzlei und avancierte zum engsten Berater Maria Theresias. G. malte und komponierte selbst. In seinem Haus etablierte sich einer der bedeutendsten Wiener Salons, der bis 1794 ein Mittelpunkt des geistigen Lebens der Stadt war. Zu den Besuchern zählten Musiker wie W. A. Mozart, J. Haydn, A. Salieri, aber auch Literaten und Maler sowie Persönlichkeiten des kulturellen Lebens von Wien. Viele der Gäste wurden durch den Gelegenheitsdichter Lorenz Leopold Haschka eingeführt. Ab ca. 1789/90 bestand das G.sche Haustheater. Die Kinder Karoline (verh. Pichler) und Franz Xaver (* 1772) wurden in ihrer künstlerischen Entwicklung gefördert. Karoline Pichler führte die Tradition des Salons weiter.
Ehrungen
Rat der k. k. Akademie der Wissenschaften 1783.
Literatur
Jb. der Tonkunst von Wien und Prag 1796; MGÖ 2 (1995); B. Winklehner, Karoline Pichler (1769–1843), Dipl. Wien 1992; G. Prohaska, Der literarische Salon der Karoline Pichler, Diss. Wien 1947; [Kat.] Haydn 1982; H. Zeman (Hg.), Joseph Haydn und die Literatur seiner Zeit 1976.

Autor(en)
Andrea Harrandt
Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Greiner, Franz Sales von‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 25/04/2003]